Mittwoch, 28. November 2007

Erstaunlich

Daß vielleicht viele irgendeinen Joachim Möller, aber nicht den vom IAB kennen, liegt möglicherweise daran, daß die meisten nicht einmal das IAB kennen und der Möller dort noch ziemlich neu ist.

Dieser Tage nun passierte etwas sehr, sehr Erstaunliches. Der Möller vom IAB, was nichts anderes heißt als Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, durfte mit dem Handelsblatt sprechen. Nunja, wird der Eine oder Andere sagen. Viele Institute forschen irgendwas und kommen dabei zu den erstaunlichsten Ergebnissen, die sich Otto Normalverbraucher so nicht ausgerechnet hätte. Und das Handelsblatt veröffentlicht deren Erkenntnisse stets sehr gerne, wenn sie nur irgendwie für die Industrie nützlich sind.

Nicht so dieses Mal!
Zum einen, weil das IAB im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit, und zwar im SGBIII rechtlich verbrieft, forscht. Was auch nichts unbedingt Gutes bedeuten muß, aber dann doch so viel seriöser klingt, als wenn die Firma Bertelsmann höchstselbst irgend etwas in Auftrag gegeben hätte. Zum anderen, weil wir es von der Agentur ja gewöhnt sind, daß sie gerne mal zu den gleichen Ergebnissen kommt, wie die Herrschaften aus der Industrie.

Dieses Mal eben nicht. Und der Möller, neuer Chef des IAB seit Oktober, hat´s gesagt. Im Handelsblatt. Gesagt hat er, daß er sich wundert. Wegen dieser Debatten über den Mindestlohn, der so schädlich sein soll für allerhand (aber wohl vor allem für die Arbeitgeber, aber das hat er nicht gesagt), obwohl doch Erkenntnisse bereits vorlägen, aus dem Baugewerbe, wo es den Mindestlohn ja schon seit ein paar Jahren gibt.
Und da hätte sich heraus gestellt, daß nur im Osten, nicht jedoch im Westen Jobs durch die Einführung des Mindestlohnes verloren gegangen seien. (Woraus man allerhand folgern kann. Zum Beispiel, daß die Ostdeutschen immer noch wie deutsches Billiglohnland behandelt werden und man dort weggeht, wenn es nicht mehr lohnt. Aber auch, daß man nicht aufhören wird zu bauen, nur weil man ein paar Euro mehr zahlen muß.)

Und dann hat der Möller noch gesagt, daß die Politik insgesamt viel zu schlecht beraten ist bei ihrer Entscheidungsfindung. Und gemeint hat er die schlechte Qualität der Politikberatung einerseits und die Abhängigkeit der Politik von den Untersuchungsergebnissen der Wirtschaftswissenschaftler, die nicht immer neutral und ideologiefrei, also ergebnisoffen, an irgendwelche Forschungen heran gehen.

Zwischen den Zeilen und auch mittendrin hat der Möller wirklich allerhand erstaunliche Sachen gesagt, die wir anderen nicht viel besser hätten sagen können, die jedoch aus dem Munde eines Volkswirtschaftlers sehr viel besser klingen. Weil wir übrigen nicht ganz so wissenschaftlich Denkenden ja gerne bezichtigt werden, wir würden unserem subjektiven Bauchgefühl folgen. (Was ja vielleicht so verkehrt dann auch nicht ist, solange man zu den gleichen Ergebnissen kommt.)

Bleiben am Ende mindestens zwei Fragen: Wie kommt solch ein Interview ausgerechnet ins Handelsblatt? Und: Wie lange wohl wird Möller mit solchen Ansichten Chef des IAB bleiben können?

Mittwoch, 21. November 2007

Lokführer und kein Ende ...

Dabei ist das, was hier in Deutschland passiert, Pippifax gegen das französische Geschehen. Aber das nur am Rande.

Trotzdem jammern wir wie verrückt. Am meisten vermutlich der Herr Mehdorn, der da mittlerweile ganz gehörig unter Druck geraten ist. Aber das sagt er nicht öffentlich, weil das seine Verhandlungsposition schwächen würde. Und die ist schon schwach genug, auch ohne öffentliches Gejammer.

Stattdessen läßt man seine Puppen tanzen, schickt die einschlägigen Industrievertreter in die Öffentlichkeit und läßt es im Blätterwald rascheln.
Alles unter dem Deckmäntelchen pseudowissenschaftlicher Betrachtungen: das Zerstören der - ach, so großartigen! - Konjunktur und und und.

Als neueste Blüte dieses Treibens will uns nun heute die FAZ ein weiteres Mal klar machen, wie unverfroren die Lokführer doch fordern, was andere schon lange nicht mehr haben. Mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 33 000 Euro stünden sie doch vergleichsweise gut da, wohingegen der durchschnittliche Arbeitnehmer in Deutschland gerade mal 27 000 Euro hat.
Das Ganze dann auch noch auf einen erklecklichen Stundenlohn herunter zu rechnen, bildet den Gipfel. Kaum einer noch verdient da in Deutschland über 20 Euro in der Stunde, die Lokführer schon.

Sagt man. Und vergißt dabei, die Vielzahl der Überstunden, die das Ganze sehr nach unten drücken dürfte.

Und sowieso haben wir doch in dieser unserer Leistungsgesellschaft gelernt, daß wir alles mögliche tun dürfen, nie, aber auch niemals jedoch uns nach unten orientieren. Es soll ja weitergehen. Und wir sollen Geld ausgeben, damit die Konzerne was verkaufen und all der Dinge mehr.
Gar nicht zu reden davon, daß man ihn ja nicht mit tragen muß, diesen uns allen aufdiktierten Abwärtstrend. Schon gar nicht, da ja "die da oben" ihn sich selbst keineswegs mit auferlegt haben.

So darf angenommen werden, daß dieses eine einzige Mal die Einkommen der Spitzenverdiener nicht mit drin waren im Durchschnitt. Der sonst womöglich um einiges höher gewesen wäre und die Lokführer nicht so gut hätte dastehen lassen.
Aber eigentlich spielt das neben dem Beschiß, der seit Jahren schon mit uns allen getrieben wird, nun auch keine Rolle mehr.

Ach, laßt uns nach Frankreich gehen, wo die Massen ihre eigene Macht noch kennen. Laßt uns lernen von den Nachbarn, die eine Reform als Betrug am Volk erkennen, wo sie das ist. Laßt uns die Straßen füllen mit Menschenmassen, Plakaten und laßt uns endlich wieder selber denken.

Laßt uns abzweigen vom Weg der folgsamen Schafe, ehe die Wachhunde zu stark sind.

Dienstag, 20. November 2007

Steffanie mit der Kochjacke

Wir alle lieben ja das Privatfernsehen!

Jawoll! Weil die uns doch immer wieder mal erzählen, was wir zu fühlen, zu denken und auch zu schmecken haben.

Steffanie mit der Kochjacke heute hat´s uns wieder bewiesen.
Nämlich ... sie war in den berühmten Möbelhäusern und hat deren Essen getestet. Hochwissenschaftlich natürlich.
Klar! Alles prima, alles gut. Sehr subtile Beurteilung, denn die Normalesser in so einem Möbelhaus sind ja nicht blöd. Natürlich werden Fertig-Zutaten verwendet. Natürlich gibt´s für´s Geld nicht mehr, als das "Preis-Leistungs-Verhältnis", das gut sein soll. Sagt Steffanie. Und die scheint´s zu wisen. Weil sie doch eine Kochjacke hat.

Daß die Namen der Möbelhäuser eingeblendet waren, auch für den Blinden sichtbar, ist natürlich reiner Zufall.

Montag, 19. November 2007

Böcke, Gärtner und der Montagmorgen

Der Montagmorgen ansich ist eine traurige Sache. Mit der Aussicht auf eine volle Arbeitswoche ist keiner wirklich fröhlich. Es sei denn, man würde - wie ich das bekanntermaßen tue - am Morgen regelmäßig das Morgenmagazin schauen/ hören. Die haben immer ´was zu lachen.

Da nämlich erfuhren wir, daß der Herr Stoiber keineswegs von der politischen Bildfläche verschwunden ist, sondern tut, was alle ausgemusterten Politker tun: Sie gehen, um Europa zu retten. Jeder mit einer höchsteigenen Mission.
Stoibers neue Mission ist die Rettung vor der Bürokratie, und zwar europaweit. Was ein schönes Stück Arbeit zu werden verspricht. Besonders, wenn man Stoiber heißt und schon damit Probleme hat, einen Satz mit Nebensatz (gar nicht zu reden von mehreren dieser Sorte) gerade zu Ende zu bringen.

Man darf sich fragen, ob so ein Stoiber, der nicht linear sprechen kann, dies wenigstens beim Denken schafft: Geradlinigkeit, Unverschnörkeltes (das man doch eigentlich so liebt) zu produzieren.

Herr Schnörkel ... ääääh ... Stoiber, hört man, tut das übrigens ehrenamtlich, lediglich gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung. Was vielleicht nicht mehr ganz so großzügig klingt, wenn man hört, daß da monatlich ca. zwei Sitzungen in Brüssel geplant sind. Und der Aufwand für solch regelmäßiges Erscheinen (Flug: München-Brüssel-München; Hotelübernachtung, vermutlich ein ständiges Arbeitszimmer, Tagegeld, Trennungsgeld undundund ...) sich auf diese Weise summiert.

Und tatsächlich hört man Stimmen, die es ebenso verwegen finden wie ich, die Bürokratie in Brüssel vermittels eines weiteren Ausschusses abbauen zu wollen. Zunächst sieht´s ja erst einmal aus, als würde die Bürokratie sich noch ein wenig mehr plustern, ehe sie im Kampf gegen sich selbst antritt.
Sowieso, melden sich da ausgewählte Personen, könnte das, wofür der Herr Stoiber nun angetreten ist, der Herr Verheugen, der eh schon in Brüssel ist, quasi nebenbei mit machen.

(Gar nicht zu reden von der Idee, daß man nun etwas beheben will, was man jahrelang gehegt und gepflegt hat. Oder hat jemand von meinen Lesern es bislang für nötig befunden, die Maße der idealtypischen Salatgurke gesetzlich zu regeln? - Brüssel hat´s!) Ob jener ungenannte Europa-Parlamentarier, der dem Verheugen offenbar einiges zutraut, damit sagen will, daß mit Stoiber der Bock zum Gärtner gemacht wird, ist nicht bekannt.

Da möge sich jeder seine eigene Meinung drüber bilden.

Samstag, 17. November 2007

Gewissensfragen

Was darf man tun? Was nicht? Das sind so Fragen, die nicht allein eine juristische Komponente haben. Viel früher als jedes Gericht entscheiden wir selbst jeden Tag viele Male, was zu tun richtig oder falsch ist, vor uns selbst und zunächst niemandem sonst.

Stecke ich die gefundene Brietasche ein oder bringe ich sie zum Fundbüro? Nehme ich dieser elfjährigen Rotzgöre die Zigarette aus der Hand oder schaue ich drüber weg? Helfe ich dem Afrikaner, der von Glatzköpfen angepöbelt wird, oder bringe ich meinen eigenen Hintern in Sicherheit?
Gar nicht zu reden vom "kleinen Schweinehund", den wir alle ins uns haben: Muß ich heute schon Staub wischen oder geht´s noch ein paar Tage? Die Steuererklärung, der Zahnarztbesuch und all der unangenehmen Dinge mehr.

Es gibt jedoch Fragen, die wir alle uns um keinen Preis stellen wollen: Fliege ich den Tornado-Einsatz? Gehe ich in den Irak?
Nee, ja, ist klar! - Wer von Beruf Soldat ist, hat seine Entscheidung schon getroffen, denkt man. Der wußte beim ersten Eintritt in die Kaserne, daß er sein Gewissen und auch seinen eigenen Willen abgibt. Daß er ab nun der "Befehlsgewalt" unterliegt und nichts anderem. Weil Krieg nicht funktionieren kann, wenn jeder seine eigenen Entscheidungen trifft. Strategie und Taktik. Gemeinsames gezieltes Vorgehen, das nicht immer durchschaubar ist und das auch nicht unbedingt sein soll, damit der Feind nicht mitkriegt, was man vor hat.

Nun wissen wir aber alle, daß es so einfach dann doch nicht ist. Man kann sich Dinge gut und richtig reden, aber manchmal gibt es da doch diesen Punkt, wo vermeintlich vernünftig Argumente nichts mehr gelten. Man zweifelt an sich und seinem Befehlsgeber und erinnert sich an Situationen in früheren Zeiten, als Befehle sich auch schon als falsch erwiesen hatten.
Vor Gericht stehen dann häufig die Soldaten der niedrigeren Ränge. Schießbefehl an der Grenze, Folterbefehl im politischen Gefängnis ...

Wer sich dem Konflikt zwischen dem als unrichtig erkannten Weg und der Befehlsgewalt nicht aussetzen will, muß eine Entscheidung treffen. Manchmal ist es erst die persönlichen Erfahrung, die uns klüger werden läßt. Weswegen es wenig Sinn macht, die Leute auf ihre freiwillige Entscheidung zum Eintritt in die Armee zu verweisen. Vielleicht hatte man vorher ja wirklich geglaubt, man würde für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen.

Deutsche Soldaten, die den Tornado nicht fliegen wollen, äußern sich in offenen Briefen an ihre Vorgesetzten zu ihren Zweifeln bezüglich der Rechtmäßigkeit und lehnen den Einsatz ab.
Amerikanische Soldaten bitten in Kanada um Asyl. Das war schon zu Zeiten des Vietnamkrieges so.


Jedoch entscheiden die Gerichte, kanadische und andere, immer öfter, daß sie sich nicht in amerikanische Konflikte einmischen wollen. Sie entscheiden gegen die amerikanischen Soldaten, die ihr Gewissen gefälligst überprüfen sollen, bevor sie in die Armee eintreten. Was sie so natürlich nicht sagen. Sie sagen, man könne keine wirkliche Gefahr für die Asylbewerber erkennen, wenn man sie in ihre Heimat zurück schickt. Aber sie meinen: Du wußtest doch, was dich erwartet!

Wenn die Regierungen wechseln, neigen sie gern dazu, die Taten ihrer Vorgänger für grundfalsch einzustufen. Das Volk kriegt das Gefühl, alles ist wieder gut, wir haben es richtig gemacht.
Wie aber soll so ein Soldat mit seiner Schuld fertig werden? Er kann sich nicht "wechseln"; er bleibt bis zum Lebensende er selbst.

Donnerstag, 15. November 2007

Sei du vernünftig!

Als Frau ist "man" ja in der Lage, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, was bei den einen Männern Neid erweckt, andere wiederum für vollkommen unnötig halten. Man(n) verschleißt sich dabei viel zu sehr. Gleichwohl: Es i s t so. Und deswegen hörte ich gestern. als ich den Voreintrag schrieb, wieder einmal via Nachrichten den Aufruf, man (und diesmal stimmt´s überwiegend, denn es gibt nur wenige weibliche Lokführer) möge doch vernünftig sein und nicht die Konjunktur im Keim ersticken, indem man immerzu streikt.

Nun hören wir aber gleichzeitig, daß die Konjunkturerwartungen für das kommende Jahr wieder herunter geschraubt werden. Aus welchen Gründen auch immer. Jedenfalls hörten wir das bereits, als noch alle dachten, man könne der GDL das Streiken gerichtlich verbieten.

Da formte sich in meinem Kopf die Idee, es könne bei dieser Sache hier so ähnlich sein wie bei den Regengebeten im gestrigen Eintrag: Man weiß, daß es morgen sowieso regnen soll; da kann man gut um Regen bitten, um hinterher zu behaupten, man habe ihn "herbei gebetet".
Sprich: Wenn es in der Wirtschaft künftig bergab geht, ist es doch eine schöne Idee, das nicht dem Eurokurs, der Gier der Unternehmer, dem Ölpreis, unfähigen Politikern oder sonstwelchen Widernissen zuzuschreiben, sondern eben den bösen Lokführern.

Man stelle sich im nächsten Jahr die Lettern in den bunten Blättchen vor: "Noch mehr Kinder in Deutschland unterhalb der Armutsgrenze, weil Lokführer den Hals nicht voll bekamen".

Apropos: Aus den niedrigen Chargen von VERDI (wo ich aus gutem Grund nicht drin bin) hörte ich dieser Tage, daß man doch diesmal mit einer angemessenen Forderung in die nächsten Tarifverhandlungen einsteigen sollte. Man dachte da so an reale 9,4 Prozent Einkommensverbesserung und zeigte sich auch bereit "Naturalien" zu nehmen. Sprich: Es kann auch eine Wieder-Absenkung der Arbeitszeit auf 38,5 Wochenstunden sein, oder wieder Urlaubs- und Weihnachtsgeld in voller Höhe (wir erinnern uns: die Beamten kriegen beides kaum mehr und arbeiten nun 40/42 Stunden). Es könnte aber auch - im Jahre 18 nach der Wiedervereinigung - eine Angleichung der Gehälter Ost an West sein, vielleicht sogar der Arbeitszeit?
Und wer da meint, daß nun auch VERDI spinnt, dem sei gesagt, daß man sich auf deren Verhandlungspartner verlassen kann: Sie haben noch kaum höhere Abschlüsse heraus geholt als solche, die knapp unter der Inflationsrate liegen.

Obwohl: Unangemesen wären solche Forderungen nicht. Nicht für VERDI und nicht für alle möglichen anderen Gewerkschaften auch. Weil ... 9,4 Prozent entsprechen so ziemlich dem, was sich unsere Abgeordneten letzthin in einem Schnellbeschluß selbst zugebilligt hatten. Und wenn´s bei denen geht ...

Mittwoch, 14. November 2007

Um gut Wetter bitten

Man muß vielleicht wirklich Sonny heißen und ein ebensolches Gemüt haben, wenn man sich in heutigen Zeiten öffentlich und direkt an den lieben Gott wendet, um Regen zu erbitten. (Ich persönlich bevorzuge ja dann eher die martialischen Regentänze der Naturvölker.)

Ansonsten muß man vielleicht einfach nur in den USA leben, vorzugsweise im Süden, wo die Welt noch in Ordnung ist, sofern nicht gerade eine Dürre herrscht.
Jedenfalls wußte sich der Gouverneur von Georgia nicht anders zu helfen, als seine Regierungsschäfchen zusammen zu trommeln und ein öffentliches Gebet um Regen anzustimmen.

Gefickt eingeschädelt das, muß man sagen, denn die Wetterfrösche sagen für morgen sowieso Regen voraus. Hernach behauptet der Sonny noch, er wäre nicht nur Herrscher über Georgia, sondern auch über das Wetter.

Am Rande sei erwähnt, daß da auch ein paar Demonstranten waren, die empört an die Trennung von Staat und Kirche erinnerten. Was ich lediglich für eine Formsache halte. Als ob´s die dort und anderswo noch gäbe!

Dienstag, 13. November 2007

Wer ist Olaf Scholz?

Wer hier, von mir!, eine Antwort zu finden hofft, ist verkehrt.

Denn: Es gibt Politiker, von denen man mehr hört und weiß, als man sich gewünscht hat. Und es gibt die anderen. Zu denen gehört Scholz.
Was (man wünscht es sich so sehr in dieser rundum bedauerlichen Politikerlandschaft) ja vielleicht ein gutes Zeichen ist, aber in eben dieser Landschaft erstaunlich wäre.
Scholz ist immerhin eines: Politischer "Nachwuchs". Als solcher gilt man schon, wenn man so alt ist wie ich. Ob das etwas Gutes ist oder nicht , wird sich erweisen.

Jedoch sollte keiner von uns allzu große Hoffnungen hegen. Scholz ist schließlich nichts anderes als Mitglied einer Partei, die auf dem absteigenden Ast ist. Einer Partei, die Stimmanhängsel einer Regierung ist, die ohne sie nicht mehrheitsfähig gewesen wäre. Mithin einer Partei, die lediglich ein Schatten ihres einstigen Hoffnungsglanzes war.
Inzwischen tragen wir, so wir überhaupt noch Hoffnungen und Parteien unter einen Hut kriegen, unsere Hoffnungen anderswohin.

Wer ist Olaf Scholz? - Wen interessiert´s?

Motto:

Meine Bilder kann man kaufen. Meine Texte und meine Meinung nicht. D-J

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