vollkommen sinnfrei
Morgens aufwachen, direkt in den Himmel schauen, ein paar Flecken Blau mit zunehmend dunkler werdenden Schlieren, den ersten Blitz sehen. Auf den Wecker schauen, der kurz vor Klingeln anzeigt. Sich in der angenehm kühlen Morgenluft noch ein paar Mal wohlig recken und einfach so zugucken, wie alles sich entwickelt.
Und noch genug Zeit haben, das Bettzeug vom Balkon zu retten,ehe die ersten richtig dicken Tropfen fallen.
(Ich denke an dieses Buch, in dem einer der Protagonisten, Forscher und Weltreisender, sich im tiefsten Winter - ebenfalls auf dem heimischen Balkon - aus seinem Polarschlafsack schälte, weil er schon seit Jahren nicht mehr hinter Wänden unter einem Dach schlafen konnte. Seine Nachbarn fanden ihn mehr als schrullig.
Ich denke, ich sollte seinem Beispiel folgen. Oder gibt es sonst noch jemanden, der vor dem Einschlafen den Flug der Fledermäuse beobachten kann?)
erphschwester - 3. Jul, 06:19
Las ich doch neulich in die Die Zeit:
Jeder Soldat muss lernen: Vergewaltigung ist eine Straftat.
Wer so ´was liest, denkt sich seinen Teil. Und auch ich hatte so einschlägige Vorstellungen davon, worum es geht, dass ich nicht das Verlangen verspürte, ernsthaft die diesbezüglichen Mitteilungen zur Kenntnis zu nehmen (auch wenn die Thematisierung in einer deutschen Zeitung darauf hin deutet, dass bei neuerdings zunehmender Gegenwart des deutschen Soldaten an den Kriegsschauplätzen dieser Welt die Sache im hiesigen Bewusstsein an Bedeutung gewinnt) und also gar nicht weiter las.
Irgendwie bleibt es aber doch der Rede wert, dass man derlei Erkenntnisse für wert befindet, sie - so zeitungstechnisch - überhaupt zu erwähnen. Denn lernen, selbst wenn man so ´was als allgemeingültiges Gedankengut befinden mag, müssen das möglicherweise auch allerhand andere Leute. Bis vor kurzem z.B. manch Ehemann, der sich einbildete, gewisse eheliche Rechte zu haben, die seine angetraute Frau zwar nicht immer zur gleichen Zeit als solche empfunden haben mag, aber ... nunja, der Gesetzgeber mochte sich hier nicht einmischen.. Denn Sex gehörte entschieden nicht zu den Dingen, in die man sich überhaupt einmischen wollte, wenn denn Aussenstehende damit nicht behelligt werden. Und meistens findet die Sache ja doch in Abwesenheit Dritter statt. Wer wollte da im Nachhinein entscheiden, was einvernehmlich war und was nicht?
Mit dem Sex in Kriegszeiten ist das sowieso eine Sache für sich. Klar gibt es auch da Verliebte; die gibt es immer und überall. Aber gerade im Krieg häuft sich die Not, und Geld - auch wenn man´s hat - versinkt in seiner Bedeutung im Bodenlosen. So fernab von allen Lieben und tief in allerhand Not verstrickt mag mancher manchen Sex, der vielleicht nicht so ganz vom Glück beseelt ist, am Ende illusionär für mehr als ein Tauschmittel halten. Da ist die Grenze, über die man gehen muss, um sich zu nehmen, was nicht freiwillig geschieht, ohnedies hauchdünn. (Versteht bis hierhin noch einer, wovon ich rede? Man denke nur an Zigaretten, Schokolade und Nylonstrümpfe in der Nachkriegszeit.)
Naja. Ohnedies sind körperliche Grenzüberschreitungen in Kriegszeiten mehr als Straftaten. Sie sind Ausdruck der Macht, die der eine über den anderen hat oder wenigstens haben möchte, Ausdruck des Sieges über den anderen. Kein grosser Unterschied zwischen Foltergefängnissen und Vergewaltigung der Frauen des besetzten Landes. Immer will man sagen: "Siehst du, i c h mache das jetzt. Und du kannst gar nichts dagegen tun, weil ich dich besiegt habe."
Woran man wieder erkennen kann, dass sich der Mensch nicht verändert hat, seit er Urmensch war. Da haben auch die verschiedenen Stämme einander bekämpft und sich die Frauen abgejagt. Ich sehe vor mir eine von diesen BBC-Reportagen, die ja neuerdings (weswegen man sie auch so liebt) sehr anschaulich mit kleinen echt scheinenden Einspielern versehen sind: So ein Urmensch greift sich eines von diesen geklauten Weibchen des anderen Stammes, schmeisst sie auf den Boden, bäuchlings, rückt sie sich zurecht und ... Das Weibchen, in Hundestellung (die nicht ganz unwichtig ist, besagt sie doch, dass es keine Rolle spielt, wie so ein besiegtes Weibchen aussieht, Hauptsache, es ist eben ein Weibchen, schwach und mit dem nötigen biologischen Zubehör ausgestattet), duldet still vor sich. Und der Zuseher fragt sich, ob das damals so Sitte war, rein sexualverhaltenstheoretisch, oder schon damals ein Machtgedanke dahinter steckte.
Übrigens wurden diese Weibchen zur Stammeserhaltung geklaut und ganz normale Mitglieder des Clans. Was man von den Opfern der heutigen Kriegsgewinnler ganz sicher nicht behaupten kann. Da immerhin war der Urmensch dem heutigen (wenn BBC Recht hat) um einiges voraus.
erphschwester - 2. Jul, 23:29
... gelacht, weil immer wieder schön!
einfach ansehen
erphschwester - 28. Jun, 08:25
Ich habe ja, das gebe ich zu, nicht die geringste Ahnung vom Fussball. Jedoch, um mitreden zu können, sehe ich mich genötigt, alle zwei Jahre die grossen Festspiele zu verfolgen und habe mir deswegen gewisse Grundkenntnisse angeeignet, die mich zum Verständnis des Ganzen befähigen. So ahne ich, wie das mit dem vieldiskutierten Abseits ist, weiss, dass in Meisterschaftsspielen erst verlängert und dann Elfmeter geschossen wird. Habe auch kapiert, wann wer gelbe und rote Karten kriegt und was das nach sich zieht. (Mein Zeitungshändler, von dem ich mich in Zweifelsfällen auf den neuesten Stand bringen lasse, meint dass ich mich entwickeln würde.)
Es sollte mir also möglich sein, ein ganz normales Spiel halbwegs entspannt zu verfolgen. Insbesondere dann, wenn Deutschland eben nicht mittut. Obwohl ... natürlich schaut man kein Spiel, in dem es nicht einen gibt, dem man den Sieg wünscht.
Heute waren´s die Kroaten, die ich im Grunde nicht mehr leiden kann als die Türken, aber wir haben hier in Deutschland weniger von ihnen und also ... Kurzum: Ich stelle mir vor, wenn die Türken gegen die Deutschen spielen (was ja nun leider der Fall ist) wird in ausgewählten Regionen so eine Art Krieg ausbrechen, weil die sportbesessenen Gemüter überschwappen. Und ich habe keine Lust darauf, am "Morgen danach" irgendwo irgendwelche Blutspuren auf dem Pflaster vorzufinden. So etwas vertrage ich am frühen Morgen ganz und gar nicht.
So bangte ich also heute und befand mich dabei in einiger Verwirrung, denn mein synästethisches Gemüt spielte mir übel mit. Ein ganzes Spiel lang musste ich mir immer wieder sagen: Blau ist gut! Was in meinem Kopf nur wenig Platz hat. Denn Blau ist nicht gut. Blau ist meine linke Hand, die viel weniger kann (so lag mein dummes Gefühl am Ende viel richtiger als mein Wollen). Meine rechte hingegen ist rot. D i e kann alles.
Blau ist auch das "E"; das rote "A" mag ich viel lieber. Blau sind Herzschmerzen, das musikalische "Cis" (das ich auch nicht so dolle finde) und kritische Bemerkungen. Blau ist so ziemlich der Ausdruck von allem, was mir nicht gefällt. (Aber: Als Pulloverfarbe mag ich es durchaus. So ein ganz bestimmtes, nicht zu dunkles Blau in diesem Fall.) Blau sind Tenorstimmen (Männer sollen gefälligst tiefe Stimmen haben) und Sexualstraftäter.
Ein ganzes Fussballspiel lang, noch dazu ein so langes, da sitzen zu müssen und immer zu murmeln: "Blau ist gut!", ist eine schwierige Sache.
Und noch dazu war´s so vergeblich.
Da unten hupen sie wieder, die Roten. Die ich eigentlich viel mehr mag. Wenn es nur nicht nicht so wäre, dass eben auch Blut rot ist...
erphschwester - 21. Jun, 00:48
- es gibt mehr nazis als linksextreme
- die linksextremen spielen in der partei die linken eine weitaus geringere rolle als lange zeit angenommen
- die linken (die partei) werden gleichwohl dennoch intensivst vom verfassungsschutz beobachtet - weil sie d a sind, weil sie ein programm haben und weil es ja irgendwie nicht angeht, dass linke in die parlamente kommen
- (na, meinetwegen: solange es so ausgeht wie bei den rechten, die so massiv unterwandert wurden, dass ihre unterwanderung das verbot unmöglich machte. )
- (frage: wie wohl sieht es aus, wenn die linken vom verfassungsschutz unterwandert werden? demonstrieren dann verfasungsschützer für den mindestlohn?)
------------------
- 250 000 menschen sterben in diesem jahr am schlaganfall
- (abgesehen davon, dass ich schon schlimmere tode gesehen habe, ist es doch gut, dass man sich mental auf dieses grossereignis einstellen kann.)
- und - da wir einmal dabei sind - auch wenn man sich gut fühlt, kann da unten drin der darmkrebs lauern; promintente der b- und c-klasse weisen uns gelegentlich darauf hin und ersparen uns die life-bilder ihrer darmspiegelung; DANKE!
-------------------
- bilder des elends befördern die spendenbereitschaft, weshalb birma (oder wie auch immer das jetzt heisst) sehr viel weniger spenden erhält als nötig wären
- aber: die woll´n ja auch keine spenden, sondern wählerstimmen ... koste es, was es wolle
- übrigens war es bis jetzt schon ein einträgliches geschäft; da man ja keine ausländische kontrolle und mitwirkung beim spendengeschehen wünscht, hat dieser und jener sich bereits die taschen voll gehauen - sch... auf die bevölkerung!
-------------------
- geknallt hat´s nun auch in china, was das herz berührt und den dalai lama in den hintergrund schiebt
- irgendwie sind die chinesen ja doch ganz nett ...
- und mit dem dalai lama reden, auch wenn er gerade mal da ist ... naja, m u s s das denn sein?
--------------------
- das leben ist eines der gefährlichsten, weshalb wir doch alle möglichen leute im auge behalten wollen, nicht nur die linken
- da wären ja noch die islamisten, die laut dem berufsaufpasser die grösste bedrohung sind
- dass noch nichts passiert ist in deutschland, liegt nur an der hervorragenden arbeit der sicherheitskräfte (klar, wenn die ein paar kanister kaliumpermanganat oder wasserstoffperoxid oder was auch immer finden, dann identifizieren sie es gleich als bomenbaubasis und kassieren die kanister nebst besitzer ein.)
- (frage: wenn das so pfiffige kerlchen sind, warum laufen dann die parteinazis immernoch frei rum?)
-----------------------
- frau m. hat sich ganz geschickt ausgedrückt: sie will weiterhin den haushalt konsolidieren, aber auch den bürgern zurück geben, was man ihnen zurück geben kann
- (frage: wer entscheidet, wie viel an ausgaben notwendig ist, ehe was zum zurückgeben übrig bleibt?)
- (keine frage: die 30 milliarden überschreitung des militärbudgets bis 2010 müssen wohl erst "rausgeholt" werden, ehe man an "rückgabe" denken kann.)
- (keine frage: die höhe der spritpreise in deutschland hat nichts, aber auch gar nichts mit irgendwelchen zusatzsteuern zu tun!)
--------------------------
- eine empörende studie hat ergeben, dass ärzte an privat versicherten patienten mehr als doppelt so viel verdienen wie an den gesetzlichen; und das, obwohl die privaten nicht unbedingt höhere beiträge bezahlen
- die gleiche studie beweist auch, dass ohne die privaten so ein arzt oder krankenhaus gar nicht überleben könnte
- (fazit: wenn nur der arzt überlebt, warten wir blöden gesetzlichen doch gern im wartezimmer mit den holzstühlen, während die privaten praxiserhaltend auf ihren polsterstühlen platz nehmen und vor uns dran kommen)
-----------------------------
- nach der arbeitslosenversicherung verzeichnet nun auch die rentenversicherung überschüsse
- (frage: soll man sich nun darüber freuen oder darauf warten, dass irgendwer die hand darauf legt, zum beispiel für die finanzierung des überschrittenen militärbudgets?)
--------------------
- privatisierung ist geil! - seit post, energieversorger, müllabfuhr at all diesen weg gingen, wissen wir es nur zu genau: privatisierung schafft den preiswettbewerb nach oben. wer bietet mehr?
- nun ist auch die bahn dabei. und wir mobilen billig-arbeitnehmer, die wir schon längst nicht mehr genug geld für den sprit zum arbeitsplatz verdienen, dürfen uns auf noch mehr steigende preise und weg fallende (weil nicht profitable) strecken im bahnverkehr freuen
- ES LEBE DER WETTBEWERB ! (und die preisabsprache)
-----------------------
- für all jene, die bis hier hin schon depressiv geworden sind, sei empfohlen die luxusmesse in münchen (wo sonst?); da kann der noch nicht verarmte bürger anschauen und kaufen(!), was der mensch zwar nicht braucht, aber auf jeden fall haben möchte
------------------------
WER HAT AN DER UHR GEDREHT? IST ES WIRKLICH SCHON SO SPÄT? SCHADE, DASS ES SEIN MUSS ...
erphschwester - 15. Mai, 20:04
Nicht, dass es mir sonderlich Spass machen würde, aber es muss ja sein. Denn, wie Brecht schon sagte: " Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum braucht er was zum Essen, bitte sehr!"
Einkaufen also, jeden Samstag (wahlweise auch Freitag, aber jedenfalls:) immer wieder. Eigentlich ist es eine langweilige Sache. Aber man kann sie mental durchaus anreichern. Indem man sich, z.B. fragt, ob doppelt so teuer gleich doppelt so gut ist, wenn´s um die gleiche Sache geht. Nudeln sind ja irgendwie immer nur Nudeln. (Auch wenn die Pseudo-Köche im "Perfekten Dinner" stets behaupten, sie würden den Unterschied zwischen selbstgemachten und gekauften erkennen. Gekauft sind die im Regal ja allemal und eben n i c h t selbst gemacht.)
Das Gleiche bei Käse. Und bei Wurst und Fleisch inzwischen die Frage, ob man sie überhaupt braucht. Da hat sich mit der Zeit ein leichter Widerwille eingeschlichen. Und tief drinnen klopft der Gedanke: So viel totes Viehzeuch! (Mittlerweile behaupten nicht nur die Tier-, sondern auch die Umweltschützer, dass ein Stück weit unser Fleischkonsum Schuld ist an der Misere. Die Viecher scheissen, pissen und rülpsen allerhand Unrat aus, der geradewegs in die Atmosphäre geht. Gar nicht zu reden von den abgeholzten Wäldern, die´s braucht, um das Viehzeuch unterzubringen.)
Jetzt bloss nicht weiter denken, womöglich daran, was das Vieh Mensch so an Unrat produziert, der geradewegs ...
Der Mensch immerhin weiss Abhilfe, schon der kleine aus der Reklame: "Iiih, das stinkt!", sagt der und Mutti hat sogleich ein Spray bei der Hand. Zitronenscheisse.
Ja, lasst uns in die Drogerie gehen zu all den netten Sachen, die uns glauben lassen, der Mensch ansich sei ein viel edleres Geschöpf als all die anderen hier auf Gottes einmaliger Erde. Ohnedies braucht der Halbgare noch dieses eine, einzigarte Etwas unter die Arme, das aus ihm einen wohlriechenden Kerl macht.
Tapfer also das Regal abschreiten mit den unglaublich männlichen Düften und nach dem dreihundertsten Blick feststellen, dass sie nun gerade diesen einen einzigartigen nicht haben. Der Halbgare, zum Glück, reagiert gnädig auf von Mutter empfohlene Produktwechsel. So dass man es schon mal wagen kann, die Nase auch anderswo hinein zu halten. Das andere (man beginnt zu ahnen, warum der Halbgare dies eine wollte) riecht irgendwie alles gleich: markig, kantig, zuweilen etwas unterleibslastig, was der Halbgare alles irgendwie nicht ist.
Fehlanzeige also und auf zu den Frauenregalen, die immerhin etwas mehr Abwechslung verheissen. Naomi und Betty und wie sie alle heissen. Von denen erfährt frau, dass sie um keinen Preis so riechen möchte wie die, wenn´s schon mit dem Aussehen nicht klappt. Der Duft allein, mag er so erprobt sein, wie er will, macht einen ja auch nicht verführerischer. Und sowieso gibt´s diesen einen, einzigartigen, den frau sich einstens vom Munde absparte, schon seit Jahrzehnten nicht mehr: Freesjien. Die moderne Frau riecht so nicht mehr, wobei man nebenher also erfährt, dass man out ist. Noch immer würde ich gern so riechen.
Zurück zu Hause halte ich meine Nase in den Strauss echter Fressjien, die tatsächlich duften, was keine Selbstverständlichkeit mehr ist und greife in die Waffeldose, die ich ebenfalls erstand. Doppelt so viel wie die billigen und nur wenig mehr als doppelt so teuer.
Und schliesslich fällt mir ein, dass ich das Brot vergessen habe.
Aber der Bäcker, der gleichzeitig Café ist, hat morgen ja offen. Da krieg ich noch Brot, wenn´s sein muss, das - beinahe - selbst gemacht ist.
erphschwester - 3. Mai, 13:33
Neulich war ich in der Apotheke, aus sehr realen Motiven heraus. Der Halbgare, pflichtbewusst, aber nicht sehr geschickt, hatte sich mit schnödem Küchengerät allerhand Menschliches vom Körper entfernt, das immer wieder zu Bluten anfing, was seinem Tun nicht sonderlich förderlich war.
Nun ahnt frau zwar, dass blutstillende Mittel u. U. rezeptpflichtig und sowieso dem übrigen Körpergeschehen nicht sonderlich förderlich sind. Aber frau kann ja mal fragen. Und erfuhr auf diese Weise, dass die gelernte Apothekerin (was keine Diskriminierung, sondern eine simple Feststellung ist, denn da gibt´s wirklich nur Frauen) sich inzwischen nicht mehr zu gut dafür ist, Mittel zu empfehlen, deren eventuelle Wirkstoffe bis zur Unkenntlichkeit verdünnt sind. (Dunnemals, zu DDR-Zeiten, als man unter Homöopathie noch etwas sehr anderes verstand, empfahl man mir Arnica für gegenteilige Zwecke.)
Die eventuellen Wirkstoffe (und der Konjunktiv hat seinen guten Grund, denn nicht einmal die Packungsbeilage lässt irgendwelche Rückschlüsse auf irgend etwas zu.) könnten sich (Konjunktiv) dergestalt auswirken, dass die Beschwernisse - zunächst - sich verschlimmern und dann erst womöglich verbessern würden. Allerhand Unwägbarkeiten das. Und auch Wickipedia schreibt von einem Effekt, der mehr im Kopf als irgendwo anders entsteht.
Gleichwohl, so habe ich dem Halbgaren erklärt, wirkt das Zeugs ja schliesslich auch bei Tieren und Kindern. Mein Enkel, z.B., als er am Zahnen war, kriegte von seiner Mutter ( was meine Tochter ist) ein so´n winziges Kügelchen (das meiner neuestens Erfahrung zu Folge nach nichts anderem als Zucker schmeckt) in sein nur wenig grösseres Mäulchen geschoben und ward stille. Vielleicht war´s nur die ungewohnte Süsse, die ihn zum Schweigen brachte.
Halbgarens Verletzung jedenfalls blutete noch zwei, drei Mal und hörte dann damit auf. Was sie vielleicht sowieso getan hätte. Und bis es so weit war, dass es aufhörte, hatte ich, ganz bodenständiges Muttertier, noch so´n paar Fingerdingens erstanden, die genau gleich wie Kondome nutzbar sind.
Zurück bleibt die Erkenntnis "KONDOME SCHÜTZEN", was man man von diesem Homo ... Homö-Zeugs vielleicht nicht unbedingt behaupten kann. DA muss man halt dran glauben.
erphschwester - 28. Apr, 20:04
Wenn Kinder ihre Mütter nicht wieder erkennen, wenn Mütter -statt älter- immer jünger und schöner werden, schöner vielleicht als ihre Kinder es je sein können, dann kann das an Dr. Michael liegen.
Und wenn Kinder dann zu fragen beginnen, warum das so ist, nämlich warum Mammy nicht mehr aussieht wie die Mammy, die sie einst hatten, dann hilft Dr. Michael noch einmal.
Denn Dr. Michael weiss Bescheid, ist er doch derjenige, der diese Veränderungen nicht nur vornimmt, sondern sich dabei dumm und dusselig verdient. Und man ist ja nicht doof. Da, wo Mütter genug Geld für solcherart Geschichten haben, kann angenommen werden, dass dermaleinst auch die Kinder dieser Mütter vielleicht potentielle Kunden sind. Schliesslich gibt es keine besseren Repräsentanten, als Mütter, die ihren Kindern den Wert von optischer Vollkommenheit verklickern. Frau kommuniziert am Besten das, woran sie selbst glaubt.
Bei den ganz harten Fällen hilft jedoch Dr.Michael mit seinem hübschen Kinderbuch, das allen empfohlen sei, die nicht so wortgewaltig daher kommen.
Ein Trost für jene, die mit sich ganz zufrieden sind und auf Dr.Michaels Dienste verzichten zu müssen meinen: Man kann eine Menge Geld sparen! Das für die eigenen Operationen, das für die der Kinder und das für "My beautiful Mommy" auch.
erphschwester - 26. Apr, 09:09
... hab ich ihn ja nicht gemocht. Dies Zeugs, das er so gemacht hat, schien mir richtig affig. Mit den Jahren sind die Sachen jedoch schlimmer geworden, will sagen: andere machen noch schlimmere Sachen und zuweilen will es mir scheinen, als käme bei ihm langsam eine gewisse Altersweisheit daher, die sich mit kindlichem Spieltrieb paart und ... ja, das inzwischen auch, mit einem untrüglichen Gespür für das, was Geld einbringt.
Tatsächlich, inzwischen macht er richtig Geld mit dem, was ihm offensichtlich Spass macht. Und, ich geb´s zu, angesichts all der anderen Sachen, die das nicht tun, finde ich an seinem Zeugs mittlerweile auch Spass. Sogar an genau dem, was mir früher uninteressant erschien. Man kann ja schliesslich nicht immer nur in politischen Dimensionen denken. Wenn man das nicht will, also so überhaupt nicht, ist man bei ihm richtig. Er macht selbst aus der Grossen Kaiserin eine Komikfigur, und das nicht einmal schlecht.
Neuerdings castet er auch (ist das jetzt richtig geschrieben?), und zwar auf eine überaus sympathische Art angesichts all der anderen, die gleiches tun. Die, die anderen, ziehen den Lustgewinn aus der Verarsche und/oder Geringschätzung derer, die da irgendwelche Talente in sich vermuten.
ER hingegen verarscht niemanden, was ausserordentlich erfreulich wirkt in dieser insgesamt wenig erfreulichen Szenerie. Irgendwie haben er und seine Co-Caster eine weitaus freundlichere Art, mit den Leuten umzugehen. Noch kaum einer, den man nicht genommen hat, ist frustriert und schon gar nicht weinend aus dem Raum gekommen, wie man das z.B. vom Bohlen zu Hauf kennt. Irgendwie fühlen sie alle sich hinterher auch noch gut. Sie wissen, dass sie nicht verkehrt sind, sondern eben nicht in die Wunschrolle passen. So was kommt schliesslich alle Tage vor.
Nur so zwei, drei Mal ist man ins Schleudern gekommen. Weil der Zwerg ... äh, Kleinwüchsige dann doch irgendwie zuuu klein war. Oder ein negroider Wikinger ... also, Pardon! Das nun doch nicht. Beim Herrn Kaufmann, Günther kam man dann vollends ins Schleudern. Weil, der klingt zwar deutsch, spricht auch so, hat garantiert auch einen deutschen Pass, aber irgendwie sieht der nicht so aus! Und noch dazu ein Schauspieler, den man kennt! Lässt sich herab für solch eine Geschichte und wird nach Hause geschickt, zwangsläufig, weil ... siehe oben.
Als dem Macher dann der Böse Swen einfiel, fiel allen ein Stein vom Herzen. So ein böser Swen kann auch im hohen Norden schon ein bisschen dunkler sein als so die üblichen Wikinger; das ist der sogar im Komic.
Und schon waren allen froh, weil sie politisch noch ganz korrekt die Kurve gekriegt hatten. Auch ich bin froh drum, denn es tat mir leid, sie sich winden zu sehen in ihrer Verlegenheit. Und schliesslich ist es mir noch lieber, politisch korrekte Verlegenheit zu erleben als solche Prols wie den Bohlen.
DANKE, B.!
erphschwester - 23. Apr, 22:18
... die BLÖD-Zeitung damit gettitelt, hätte ich wohl nicht so sehr auf die Berichte geachtet. Vielmehr haben die da geschrieben, dass sich die Politiker wieder mal selbst mehr Geld gegeben haben. Und die Rentner - prozentual - nur halb so viel kriegen. Und um Letztere, die Rentner, geht´s ja.
Über die nämlich berichteten sie in den Fernsehnachrichten, dass deren Erhöhung statt der 2,1 Milliarden nun neunkommaund Millarden kosten wird. Jene Zahl wiederum bezieht sich auf die Zeit bis 2010.
Und natürlich haben sie auch ein paar von den Politikern gefunden, die - wir erinnern uns - sich ihr Geld selbst doppelt so hoch erhöht haben, und nun fanden, die Rentenerhöhung müsse "kostenneutral" vor sich gehen. Was ja irgendwie bei den Diäten auch nicht der Fall ist. ( Aber danach haben sie ja auch nicht gefragt.) Und auch die Preiserhöhungen sind irgendwie nicht ganz so kostenneutral. Übrigens reden wir von durchschnittlichen Rentenerhöhungen zwischen 8 und 10 Euro im Monat ...
Und da habe ich mich gefragt, wo die Relationen sind: 6 Milliarden auf einen Schlag an die IKB-Bank und 9 Milliarden, verteilt auf drei Jahre, an alle Rentner. Und das Eine geht ganz locker. Das Andere aber ist vollkommen unhaltbar. Und irgendwie kommen sie uns mit den Löhnen und Gehältern im Öffentlichen Dienst ja von der gleichen Seite: Alles unangemessen, wenn nicht gar unverschämt. Und von der gestiegenen Inflationsrate redet kein Mensch.
Es kommt eben immer auf den Standpunkt des Betrachters an!
Und beim nächsten Mal fragen wir uns, welcher Betrachter hinter den Tornados in Afghanistan steckt. Die waren ja auch nicht ganz umsonst.
erphschwester - 29. Mrz, 10:04