vollkommen sinnfrei

Mittwoch, 5. Februar 2014

05022014

Die freundlichen Menschen von P..., die sich ganz und gar für mein Haar verantwortlich fühlen, was ja eher nett ist, boten mir an, doch dieses neue Produkt auszuprobieren. Und sie sind dabei ganz selbstlos, denn natürlich ist die Probe kostenlos.

Dabei im Sinn haben sie, mein zweifellos gealtertes Haar zu verjüngen. Jaja, ganz in echt, so steht das da.

Allerdings frage ich mich, wie das denn aussehen soll: Ich, mit weißem, aber jugendlichem Haar.

Außerdem: Was mache ich dann mit dem Rest von mir? Ganzkörpertransplantation? Damit´s passt ...

Freitag, 31. Januar 2014

31012014

Pfeifen

Neulich war die Rede von Pfeifen.
Also nicht diesen dusseligen Leuten, die alleweil irgendwelchen Schwachsinn erzählen oder verzapfen.
Sondern von diesen Trillerdingern. Die man unbedingt haben sollte, wenn da irgendwelche Leute anrufen und meinen, sie seien bei der „Keuchhustenhotline“. (So wenigstens nannte das vor einiger Zeit der kleine Nils.)

Jaja, Telefone. So praktisch sie sind, so tückisch können sie auch sein.
Und ich weiss, wovon ich rede. Hatte ich doch über Monate hin einen unbekannten Freund, der regelmäßig samstags und sonntags, immer morgens um halb sieben, anrief.
Der sagte nichts, hatte auch keinen Keuchhusten, aber geweckt hat er mich. Bis es mir zur Gewohnheit wurde, am Abend zuvor jeweils alle Lautstärke runter zu fahren.
Irgendwann verließ ihn dann die Lust. Aber noch lange nachdem er das letzte Mal angerufen hatte, stellte ich die Lautstärke zurück, ehe mir klar wurde, dass es dessen nicht mehr bedurfte.

Anders meine Mutter, die den größten Teil ihres Lebens ohne Telefon hatte auskommen müssen. (Im Osten hielt man die Leitungen bewusst begrenzt.)
Als die dann eines hatte, ein Telefon, war das die größte Glückseligkeit. Weil sie ja doch so schlecht allein sein konnte. Und sie war es nun einmal.
Wenn man aber mit jemandem sprechen konnte, so am Telefon, war man ein kleines bisschen weniger allein.

Auch ich wusste es zu schätzen, dass ich mit ihr sprechen konnte, jederzeit, als sie schwer krank wurde und immer noch allein war.
Trotzdem ersetzt so ein Telefonat einen Besuch nicht, weshalb ich so oft ich konnte zu ihr fuhr.
Bei solch einem Besuch klingelte ihr Telefon. Und weil angesichts ihrer Krankheit nicht mehr damit zu rechnen war, dass sie wie ihr ganzes Leben lang, wenn etwas spaßig zu werden versprach, pfeilschnell um die Ecke geschossen kommt, ging ich dran.

Als ich mich meldete, gurgelte es am Telefon: „Ich will dich!“
Ich: „Häh?“
Er: „Ich will dich!!!“
Ich: „Ja, wie jetzt?“
Er: „Ich will dich!“ (Stöhn, Ächz)
Ich:“Also wenn das alles ist, was du drauf hast, wird d i c h wohl nie jemand wollen.“
Und legte auf.

Mutter, die inzwischen heran gekommen war und das Gespräch verfolgt hatte, fragte kurz nach.
Und beklagte sich schließlich ganz bitterlich: „Die gaaanze Zeit seit ich ein Telefon habe warte ich auf so einen Anruf. Und wenn er dann tatsächlich kommt, gehst du dran!“

Dienstag, 28. Januar 2014

28012014 ... oder: Pfeif auf Pluto!

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit sah ich die Sichel des Mondes am noch beinahe dunklen Himmel hängen und – ohne groß darüber nachgedacht oder irgendwelche Beobachtungen angestellt zu haben – wusste, dass es sich um einen abnehmenden Mond handelt. Denn irgendwann einmal, als Kind schon, hatte mir einer der Erwachsenen erklärt, dass man es an den Rundungen erkennen kann. Wölbt sich der Bauch des Mondes nach links (wie ein „a“), dann ist es ein abnehmender Mond. Rechtsherum ist es der zunehmende Mond, der wie ein „z“ aussieht. Anschaulich gemacht wurde mir das an Sütterlin-Buchstaben, die zu lesen ich gelernt hatte, weil ich unbedingt diese Schmonzetten aus Großmutters „Kränzchenbibliothek“ hatte lesen wollen. Und im Sütterlin ist das „z“ eben andersrum rund, jedenfalls rund.

Und weil ich einmal beim Nachdenken über derlei kleine Lebenshilfen war, fiel mir auch die Sache mit den Monaten ein, die ja alle irgendwie eine unterschiedliche Anzahl von Tagen haben. „Wie, verflixt!, merkt man sich das?“, fragte ich als Kind und bekam meine Hand vorgehalten. Fein säuberlich zur Faust gedrückt, standen da die Fingerknöchel nach oben. Und schon ging das Zählen los: Zeigefinger(knöchel): Januar = 31 Tage, Lücke: Februar = 28/29 Tage, Mittelfinger(knöchel): März= 31 Tage usf. Kritisch wurde es am Ende der Hand. Kleiner Finger: Juli = 31 Tage, ABER man ging dann nicht schnurstracks zurück, sondern fing am Ende wieder an. Also noch einmal Kleiner Finger: August = auch 31 Tage usf. Hatte man erst einmal die Sache mit dem Juli und August kapiert, war alles klar.
Noch heute ärgere ich mich über Leute, die irgendwelchen Blödsinn vom 31.September schreiben. Es ist doch so einfach. Warum zeigt denen das keiner?

Noch später, als wir auf den Mond reisten und glaubten, uns stünde das Weltall offen, interessierte ich mich für das Weltall, erst einmal unser Sonnensystem. Wie kriegt man nur die Reihenfolge der Planten in den Kopf?
Da sagte mir jemand diesen Satz: M(erkur)ein V(enus)ater E(rde)rklärt M(ars)ir J(upiter)eden S(aturn)onntag U(ranus)nsere N(eptun)eun P(luto)laneten.
Nun wissen ja jene, die es interessiert, dass Pluto seit einiger Zeit kein Planet mehr ist, sondern zum Kleinplaneten degradiert wurde. Imgrunde gäbe es da draußen, am Rande unseres Sonnensystems, ganz, ganz viele von seiner Sorte, weshalb es kein Verdienst, sondern lediglich Zufall sei, dass man ihn zuerst gesehen habe.
Und auch Herr Lesch, Astrophysiker an der Uni München, findet es nicht so gut, dass Pluto nun kein Planet mehr sein soll. Er meint, man habe den Kleinen da draußen wenigstens die eine Runde ab seiner Entdeckung drehen lassen sollen (die Wege da draußen sind doch um einges weiter). Dass der Satz nicht mehr stimmt, berührt ihn als Astrophysiker nur tangential, denn natürlich weiß er die Namen aller Planeten hier und sogar die von solchen, die ein paar hundert Lichtjahre entfernt sind. Aber traurig findet er das doch, mit dem Pluto.

Und ich, pfeif auf Pluto!, werde die Planeten im Falle der Unsicherheit jedenfalls immer wieder nach diesem falschen Satz aneinanderreihen.

Dienstag, 21. Januar 2014

21012014

nachdenken, so man es mit einiger anstrengung betreibt, führt zuweilen zu resultaten. fügt man noch ein wenig feldforschung hinzu, dann ist vieles möglich.

vollkommen ohne mein zutun (ich schwöre!) gab es auf jener anderen plattform gestern ein blog nach dem anderen übers blogschreiben. die einen klagten über die "vielschreiber", die anderen über die klageführer. flugs gab es drei, vier blogs über ebenjenes thema.
und plötzlich wurde aus nebensätzen klar, was eigentlich das thema ist: diese plattform für ältere versteht sich als kontaktbörse, sag ich jetzt mal vorsichtig, mit eben allerhand funktionen, die ich nett fand, ohne ernsthaft auf der suche nach einem mann zu sein. andere sehen das sehr anders. und merken auch, dass wer ein blog schreibt, allerhand aufmerksamkeit auf sich versammelt, weil die aktuellen blogs auf der startseite gelistet sind.

schreiben zu schnell zu viele, dann ist man schnell von der startseite weg und aus dem fokus des interesses. angeblich würde keiner mehr auf seite 2 der blogparade schauen, war viel gebrauchtes argument. und das sei doch gemein und ungerecht und überhaupt für jene, die sich so angestrengt hätten. weil ... vielen ginge das gar nicht so leicht von der hand (wie wem?).( was dann auch gleichzeitig erklärt, warum man mir anfänglich das blogschreiben als semi-profession unterstellt hatte, nur weil ich anderswo schon welche geschrieben hatte. man "drohte" da, meine blogs mit "ganz anderen augen" sehen zu wollen und ich rollte mit denselben und lallte "häh?" vor mich hin.)

sowas halt.

und dann sah ich noch ein anderes argument, das mich schier aus den socken warf, denn eine gesunde konkurrenz, wenn man partout mit 50+üpzehn jahren noch einen partner sucht, kann ich ja verstehen.
aber dass es auch leute gibt, die die plattform quasi als fernsehersatz nutzen, war mir bis dahin auch nicht klar. also blogs ja, gerne auch mal ein eigenes, damit man mal wieder so richtig etwas zu tun hat, aber wenn blogs, dann solche, die "unterhaltend" sind.

der blogger als bespaßer für die anderen.

ok.

ich hatte ja immer geglaubt, so ein blog wäre erst einmal für einen selbst da. ist es gut und wird gelesen, dann fein. wenn nicht, dann nicht. weshalb mich schon allerhand kommentierte einwände gewundert hatten. (ich habe noch nie "blödsinn!", "interessiert mich nicht!" oder "verstehe ich nicht." unter ein blog geschrieben, weil ich es als die natürlichste sache der welt empfinde, dass ich nicht jeden verstehen oder mich für jeden interessieren kann.)

jedenfalls wurde so langsam klar: ich d a r f auf dieser plattform blogs schreiben, wenn sie nicht zu lang sind, unterhalten und irgendwie mit der kleinen welt des lesers zu tun haben. andernfalls ist es streng verboten, weil ... anstrengen will man sich nicht, nicht über ernstes nachdenken, gern dafür aber an früher, wo alles so schön und wir so jung waren. gern auch ein paar lustige reime (was mir ja so gar nicht liegt), wobei man es zuweilen mit der autornennung nicht so ernst nimmt. (was auch der grund sein mag, dass man meine blogs nicht für die meinen hielt, ehe man mich "professionalisierte".)

kurzum: das blog in sinn und ziel wurde auf dieser plattform quasi neu erfunden. und ist dann wohl irgendwie nichts mehr für mich.

nebenher erfuhr ich, dass es keinen sinn macht, bekanntschaften vordergründig nach dem alter auszusuchen, sei man selbst so einsichtig wie auch immer. da muss dann schon noch mehr sein.

Montag, 20. Januar 2014

20012014 ... oder: andere länder, andere sitten

zuweilen muss man nur hundert kilometer oder so fahren, um in einen vollkommen anderen kulturkreis zu kommen. da heißen die wecken dann semmeln und sind ums verrecken auch nur als semmeln zu kriegen, auch wenn die bäckersfrau zehn mal weiß, was mit wecken gemeint ist.
solcherart "zurechtgewiesen", ahnt man dann schon, dass da vielleicht noch andere dinge anders sind und sollte sich vorsichtig umschauen. damit man nichts falsch macht und dafür - je nach temperament der einwohner - entweder ignoriert oder lautstark getadelt wird. denn wer will das schon, wenn er, womöglich allein, woanders ist. da sollte man sich abducken, die lage checken und erst dann aus seinem loch auftauchen, wenn man glaubt bescheid zu wissen.

so habe ich das jedenfalls in letzter zeit gelernt. obwohl ich keine hundert kilometer gefahren bin, sondern mich nur anderswo angemeldet habe. nach zehn jahren des blogschreibens will man mir nun erklären, wie man das macht (nicht zu lang, nicht zu kurz, nicht zu oft, nicht zu wissenschaftlich usf.), wobei auffällt, dass die meisten ratschläge von leuten kommen, deren blogs quasi nicht existent sind.

nun kann freilich jeder seine meinung bei mir äussern; ich gehöre nicht zu jenen, die andere leute dann sperren. aber eigentlich gehe ich davon aus, dass jemand, der mit einem blog nichts anfangen kann, einfach weiter zieht und - sollte ein dauerhaftes nichtgefallen vorliegen - eben auch gar nicht mehr rein schaut.
die reaktionen dort zeigen mir jedoch, dass es anscheinend eine art bloglesepflicht gibt. die andere möglichkeit, nämlich die, dass die leute aus lauter langeweile lesen, um etwas zu finden, was ihnen womöglich nicht behagt oder aber ihnen die möglichkeit gibt, sich als wasauchimmer zu profilieren, möchte ich mir dann doch nicht vorstellen. sie wäre zu traurig.

übrigens ist es mir in einer bloggergemeine auch noch nicht passiert, dass man höchstlichsten wert darauf legte, ja, geradezu ein recht darauf zu haben meinte, meine tatsächliche existenz, mindestens aber meine übrigen internetauftritte zu kennen.

schon merkwürdig, dieses "land", in das ich da geraten bin. ich werde, sofern man mich nicht rauswirft, berichten. ;)

Donnerstag, 24. Oktober 2013

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Sonntag, 8. September 2013

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wasser trinken 007

Sonntag, 18. August 2013

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mächtig bunt 008

Dienstag, 13. August 2013

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mächtig 004

nackt 003

stundenlange arbeit und man sieht kaum einen unterschied. das ist wohl jetzt die höhere kunst? ich frage mich, wie die das mit ihren großformatern machen. 80x100 ist ja noch nicht sooo riesig.

Montag, 22. Juli 2013

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Motto:

Meine Bilder kann man kaufen. Meine Texte und meine Meinung nicht. D-J

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