Den Oscar kriegen und sterben.
Scheiße! So ´was ist doch nicht wörtlich gemeint!
erphschwester - 25. Jul, 18:05
Sie haben ihr das damals übel genommen. Weil das nicht zu dem Bild paßte, das sie von ihr hatten und weiter haben wollten.
Dabei ist das doch ganz normal, daß man sich entwickeln möchte. Das Älterwerden auch. Beides gehört dazu zum Leben. Keiner entwickelt sich und bleibt dabei jung und unschuldig. (Auch wenn manche uns das weismachen wollen.)
SIE auch nicht.
Sie hielten schon die Haarfarbe für einenStilbruch: Weg vom unschuldigen Blondie, hin zur verruchten, sich selbst befriedigenden Rothaarigen. Und das, wo sie sozusagen bisher keinerlei Geschlechtsleben hatte. Nicht in ihrem Job jedenfalls, was für unsereinen ja eine vernünftige Entscheidung ist, in ihrem Beruf aber nicht zwingend. Andere haben erst richtig Karriere gemacht, weil sie mit Sex arbeiteten. (O.K. das gilt dann irgendwie wieder für alle Berufsgruppen ...)
Zu ihr aber hat das nicht gepaßt. Obwohl sie mit einem Orgasmus weltberühmt wurde. Aber der war nur gespielt. Als sie, im gleichen Film, richtigen Sex hatte, schien das ein Fehler, der den Film erst auf amerikanische Länge brachte.
Sie haben ihr die Sache übel genommen und sind darin überein gekommen, dieses MACHWERK nur im Sauspätprogramm zu bringen.
Ich sehe kein Machwerk, sondern einen ehrlichen, sogar poetischen Film, der Besseres verdient hätte, als in die Schmuddelecke geschoben zu werden.
Wer sagt denn, daß das Leben unschuldig, blond und ewig jung ist?
erphschwester - 11. Jul, 07:18
Man erzählt uns neuerdings so gern von den neuen (wieder entdeckten alten) Tugenden: Patriotismus, Altruismus, Ehrenamt, Fleiß und Mut sowieso. Und weil sie so schön klingen, die alten Zitate, zitieren wir auch gern bei jeder sich anbietenden Gelegenheit:
"Frage nicht, was dein Land für dich tun kann ..."
Neee,ja, is klar!
Zumindest die Steuerzahler können sich ganz entspannt zurücklehnen. Sie tun heuer (für die Deutschen in der Mitte und oben: das bedeutet "in diesem Jahr" und nicht "heute") genug für ihr Land.
Sie zahlen nämlich noch ein paar Tage mehr ins Staatssäckel, Genau genommen werden sie bis einschließlich Freitag nur und ausschließlich für Väterchen Staat gearbeitet haben. Erst das, was sie ab Samstag verdienen, ist ihr Geld. Oder: Von jedem verdienten Euro kriegt meinereiner nur noch 47 Cent raus.
Im vergangenen Jahr lag dieser Tag am 5.Juli, was immerhin ein paar Tage früher war.
Nun will ich ja, meine Leser wissen das, um keinen Preis der Welt unbedingt in den USA leben. Nicht nur, weil ich nicht so gut amerikanisch spreche, sondern auch, weil ich so bleiben möchte, wie ich bin und damit dort womöglich unter Verdacht kommen könnte. Auch schätze ich mancherlei soziale Errungenschaften, die zwar leider immer weniger werden, dafür aber wenigstens d a sind. Aber nicht ich bin es ja, die uns so gerne mit dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten verglichen haben möchte. Und da drängt sich ja nun auch folgender Vergleich auf: In den USA hört der gemeine Staatsbürger, je nach Bundesstaat, so zwischen März, zumeist April, und Mai auf, für sein Land zu arbeiten.
Ich stelle mir vor, ich würde das, was ich zwischen April und Juli verdiene, ganz privat für die Wechselfälle des Lebens beiseite packen und hätte die Kontrolle darüber, was mit diesem meinem Geld passiert. Ich stelle mir vor, das könnte gerecht sein angesichts der Tatsache, daß mein Staat immer weniger für mich tun will und gleichzeitig immer mehr gegen mich, und das mit meinem Geld finanziert.
Ich stelle mir vor, daß die viel gepriesene Selbstverantwortung vom Staat vielleicht gar nicht so sehr gewollt ist. Denn woher käme dann die Rechtfertigung für diese große Abzocke?
erphschwester - 10. Jul, 06:12
Ganz entschieden bin ich der Meinung, daß mich die DDR versaut hat. Den Jahrzehnten, die ich dort zubrachte, ist es nämlich zu verdanken, daß ich so hochgradig empfindlich bin gegen jeglichen Manipulationsversuch. Was das Gegenteil von "empfänglich" ist.
Kommt also einer daher und will mir mit den einfachsten und eingängigen Mitteln klarmachen, daß ich so und nicht anders denken soll, stellen sich in mir automatisch jede Menge Antennen auf, die in wilden Kreisbewegungen rotieren und laut piepsen. Ich kann nicht mehr der Botschaft lauschen, sei sie so einfach wie auch immer, sondern ich beobachte die Zeichen, die mich so skeptisch machen.
Ich frage mich, was hat der da davon, mich von ebenjenem Glauben zu überzeugen? Und: Glaubt er selbst an das, was ich da glauben soll?
Nun ist die Sache mit der Umwelt ja eine durchaus löbliche, also: wenn man sie schützen will. Und natürlich fragen wir alle uns, wieso das Wetter in den letzten Jahren so verrückt spielt. Sind wir mittendrin in diesem vielbeschworenen Klimawandel? Und warum, falls ja, erzählt man uns Kleinen alleweil, was wir zu tun und zu lassen haben und daß wir - der Umwelt zuliebe - noch mehr Opfer bringen sollen, da die Großen sich der Thematik ja doch so beharrlich entziehen?
Ich frage mich auch: Wie klug kann ein Mann sein, der ein weltweites Konzert organisiert, bei dem sich Millionen Menschen - umweltschädigend - durch die Gegend bewegen, um für den Erhalt der Umwelt Musik zu hören? (Das nur nebenbei.)
Ich sehe mir also diesen Film an. Weil ... als aufgeklärter Mensch sollte ich ihn längst gesehen haben. (Aber vermutlich ahnte ich, was auf mich zukommt.) Und ich sehe eine wirklich gut gemachte Show. Tabellen, Diagramme, nette Einspielfilme (kindgerecht gemacht und zuweilen ein bißchen, wie ich mir das von den Zeugen Jehovas vorstellen würde; man kennt schließlich den WACHTURM). Die Lacher scheinen vorprogrammiert (und könnten beinahe eingespielt sein, wären sie nicht ein bißchen so, daß sie einem eigentlich im Halse stecken bleiben sollten). Mister Gore hat ganz offenkundig Ahnung, wie man mit Leuten umgeht. Aber klar, er wäre ja beinahe auch mal President geworden. (Aber das ist eine andere Geschichte.)
Mir fehlt die nötige Religiosität, um der Geschichte mit der am Lungenkrebs erkrankten und schließlich verstorbenen ... (ja, wer war das eigentlich? - Der Gang zum Kühlschrank war augenscheinlich nicht berichtsfördernd.) den erhellenden Saulus-Paulus-Wandel nachzuempfinden. Also: Familie Gore hat Tabak die Menge angebaut bis da irgendwer gestorben ist, der ihnen nahe stand. Und dann hat sie´s aufgegeben, weil ja der Tabak Schuld dran ist, daß Leute am Lungenkrebs sterben.
Das angehängte Gleichnis mit dem Klima kommt folgerichtig und der die Beklemmung lösende Lacher ( ja, gut, wir haben das Thema gewechselt) nahezu automatisch. Wir verstehen, was Gore die ganze Zeit schon erzählt: Der Mensch ist zu schwerfällig darin, sich neuen Gegebenheiten anzupassen. Er mag einfach nicht glauben, was gerade passiert und denkt sich die schönsten Ausreden und Ausnahmesituationen aus, um nicht handeln zu müssen. (Ich denke, daß er wohl recht hat. Mit dieser Behauptung ganz bestimmt. Andernfalls hätten die Nazis damals nicht so viele Juden in die Gaskammern gekriegt. Die w u ß t e n damals alle, daß es so kommen würde, aber sie konnten es nicht glauben.)
Und zwischendurch trotzdem immer wieder die Frage: Was hat der Kerl davon, seinen ganzen Charme, seine ganzen Rhetorik-Künste und allerhand mehr zu verplempern, nur um uns diese Botschaft zu verklickern, die sowieso Glaubenssache ist.
Und ich, Pardon!, bin nicht unbedingt eine von den Gläubigen. (Jaja, solche wie mich hatte der auch im Visir: Er rechnet mir vor, daß von beinahe tausend Publikationen zum Thema keine wirkliche Zweifel an den von ihm aufgezeigten Zusammenhängen geäußert hat.) Ich erinnere mich an ein Posting von MitdemKopfvoran, wo es genau darum ging. Auch da wurde nicht wirklich in Zweifel gezogen, daß wir Menschen jede Menge Dreck machen, auch da, der sicherlich nicht gut ist. Aber es wurden auch die Klimaforscher zitiert, die immerhin einräumten, beileibe viel zu wenig über die Klimazusammenhänge zu wissen, um irgendwelche kompletten Voraussagen treffen zu können. Die nannten damals so viele verschiedene Faktoren, die bei Gore überhaupt nicht vorkamen, daß Gores Rumreiten auf CO2 und den Eisbergen einem wirklich wie die Sonntagsschule vorkam. Klimaforschung für geistig Minderbemittelte. Und die Bohrkerne waren bei Gore lupenrein, während es offenbar auch im Mittelalter, ganz ohne Kraftwerke, allerhand Dreckschleudern gab.
Und zwischendurch fällt mir die Sache mit Gores privater Stromrechnung ein, die nicht nur nicht billig, sondern ganz schön ... aber Hallo! Herr Gore hat hernach gesagt, man habe ihm da ein paar reinwürgen wollen, weil er schließlich einigen Leuten mit seinem Vortrag, den er viele, viele Male gehalten hat, tüchtig auf die Füße getreten sei. Was durchaus glaubhaft ist. Solche Dinge kommen vor, immer wieder. Rufmord ist ein probates Mittel gegen politische Feinde. Und Umweltschutz und Wirtschaft und das Öl und ... naja, irgendwie hängt das ja alles zusammen. Man ist ja nicht blöd!
Aber weil man´s nicht ist, darf man sich dann durchaus auch mal fragen, warum Gore, dann über seine Pressesprecherin so blumige Erklärungen hat rausgeben lassen, daß er nur "grünen Strom" verwendet und für jeden Tropenbaum, der seinetwegen gefallen ist, einen neuen pflanzen läßt? (Für meine Stromrechnung muß ich mich nicht rechtfertigen. Die liegt niedriger als bei manch anderem. Und, soweit ich weiß, ist meinetwegen noch kein Tropenholz gefällt worden. Alles gute Ikea-Kiefer. Und da wir einmal beim Nicht-Rechtfertigen sind: Ich fahre weder Auto, noch großartig anderweitige Verkehrsmittel. Meine Arbeit ist am Ort und meine Scheiß-Flugangst durchaus umweltschonend.)
Und sowieso ist so ein Gehirn ja eine merkwürdige Sache. Denn dem fielen noch andere Sachen ein. Mein gestriger Eintrag zum Beispiel und das Zitat des Insiders "... Geld spielt aus amerikanischer Sicht in der Politik immer eine Rolle ...".
Und wieder frage ich mich: Was hat der Kerl davon? Ist da noch mehr als die Verärgerung um den verfehlten Präsidentensessel?
Augenscheinlich hat mich die DDR versaut ...
erphschwester - 7. Jul, 21:50
Wer sich über die politischen Geschehnisse in Berlin aufregt, sollte lieber keinen Blick nach Brüssel wenden.
Dort stehen 732 Abgeordnete 15000 Lobbyisten gegenüber. Das heißt ... eigentlich sitzen sie. Oft in all den hübschen Nobelrestaurants, die eigens für diesen Zweck geschaffen scheinen. Man muß raus unter Menschen gehen, wenn man Einfluß nehmen will. Und das tun die Lobbyisten sattsam.
Kaum, daß neue Gesetzesentwürfe kursieren, beauftragen sie schon ihre Juristen, die unliebsamen Passagen dem Zweck ihres Tuns entsprechend abzuändern. Und nur kurze Zeit später liegen diese abgeänderten Entwürfe beim Abgeordneten ihres Vertrauens auf dem Tisch, von wo aus dieser sie zur Abstimmung mitnimmt.
Damit dies so einfach möglich ist, treten Lobbyisten zwar offen als Lobbyisten auf, haben aber auch keine Scheu, Beraterfunktionen beim unbedarften Politiker ihres Vertrauens anzunehmen. Das bringt nicht nur zusätzliches Geld, sondern eben den Einfluß auf die politischen Entscheidungen, die man sich so wünscht.
Möchte der Auftraggeber aus der Industrie endlich mit Stammzellen hantieren dürfen, weil das Riesengewinne verspricht, wird der Berater "seinen" Abgeordneten in diesem Sinne beraten. Will die Atomindustrie ... Ach, was rede ich, jeder kann sich das vorstellen.
Da diese mächtigen Industriezweige, die sich da von ihren Leuten in Brüssel vertreten lassen, über jede Menge Geld verfügen, haben nicht nur die Lobbyisten unbegrenzte Handelsspielräume, sondern auch die Möglichkeit, mächtige Medien- und Werbefeldzüge in Gang zu setzen, die sowohl den Abgeordneten, der hier und da zögern mag, als auch den gemeinen Europäer in dem Eindruck bestärken sollen, daß eben diese - der Industrie so nützliche - Entscheidung die richtige ist.
Übrigens ist all das nicht wirklich verboten. Man weiß in Brüssel um die Präsenz der Industrievertreter. Man akzeptiert, daß jeder seine ureigensten Interessen in den Meinungsbildungsprozeß der Politik einbringt. Und dafür, eine unmittelbare Einflußnahme bestimmter Firmen oder Industriezweige nicht offenbar werden zu lassen, reicht es schon aus, daß die Lobbyisten ihre Kundenkarten stets hübsch verschlossen halten.
Arbeitet so einer gerade als Berater für einen Abgeordneten reicht das bloße Lippenbekenntnis, er habe gerade nichts mit den jeweiligen Firmen zu tun, vollkommen aus. Was seine Mitarbeiter im Büro ganz in der Nähe des Place Schuman, nahe beim Europarat, im Moment tun, geht niemanden was.
erphschwester - 7. Feb, 06:37
"Wenn offenes Selbstlob auf wenig Gegenliebe stößt, muß man auf subtilere Techniken zurückgreifen. Man stellt Sachlage und Situation so dar, als türmten sich Schwierigkeiten auf, für die man nur selbst die Lösung parat habe... Nichts ist fataler, als Unklares unklar darzustellen. Deutlichkeit zeigt Souveränität. Während andere die Lage umschreiben, sich Überprüfungszeiten ausbitten oder abwarten wollen, ... inszeniert derjenige, der seine eigene Notwendigkeit zur Schau stellt, energische Wahrheiten, die die Not wenden. Er dramatisiert, wiederholt, veranschaulicht ... spitzt alles auf seine Vorschläge zu. Er schafft klare Verhältnisse und offeriert klare Lösungen.
Man kann sich loben, ohne ein Wort über sich selbst zu verlieren. Wer sich als unabkömmlich in Szene setzen will, braucht nur einen Rivalen zu diskreditieren... Seht dort die anderen, die Verräter, Betrüger und Speichellecker ... und dann schaut her auf mich! Bedarfs es da noch eines Wortes, einer besonderen Anpreisung seiner selbst? ... All diese Verfahren haben keinen anderen Zweck, als zu zeigen, daß es zu einem selbst keine, aber auch gar keine Alternative gibt."
aus: "Figurationen sozialer Macht" Wolfgang Sofsky/ Rainer Paris
erphschwester - 6. Feb, 20:51
Seit einiger Zeit schon reden wir über den Mindestlohn. Wollen wir ihn, wollen wir ihn nicht? Brauchen wir ihn oder ist er eher schädlich?
Ich gebe zu, daß es schwierig ist, die Geflechte zu erkennen, an denen so eine Mindestlohn-Regelung hängt. Von außen scheint es ja erst einmal einfach: Gebt den Leuten Arbeit, von deren Ergebnissen sie leben können, dann brauchen sie keine sozialen Transfers mehr.
Aber: Je teurer auch die einfache Arbeit ist, umso weniger werden die Arbeitgeber geneigt sein, einfache Arbeitsplätze zu schaffen.
Letztendlich landen wir an dem Punkt, an dem wir feststellen müssen: Nicht der "Markt" bestimmt den Wert der Arbeit, sondern so ein Arbeitgeber bestimmt, ob ihm das Resultat es noch wert ist, diese Arbeit machen zu lassen oder nicht. Oder: Wenn ihm der Wert der Arbeit zu hoch ist, da, wo sie gerade gemacht wird, trägt er sie anderswo hin, wo der Wert der Arbeit noch niedriger ist. Vorausgesetzt, es handelt sich um "transportable" Jobs. (Aber in Zeiten der Entfremdung des Produktes, auch der Dienstleistung von ihrem Zielobjekt ist beinahe alles transportabel. - Wissen Sie noch, wo Ihre Lohnabrechnung gemacht wird, wo Ihre Anzüge gereinigt werden?)
Professoren, die sich damit auskennen müßten, votieren gegen den Mindestlohn. Aber ich sehe ihre schwerwiegenden Argumente nicht. "Teufelszeug", "wehret den Anfängen" und "Mitnahmeeffekte" klingen in meinen Ohren wie all die Argumente unserer Regenten, die nichts anderes als diese Totschlagwörter haben. Und wenn da gemutmaßt wird, daß Mindestlöhne über den "markträumenden" Löhnen liegen könnten, dann habe ich in meinem Kopf die Fehlschaltung, daß einfache Arbeit nicht niedrig genug bewertet werden kann, während Vorstandsvorstände etc. sich über die Maßen überbewerten. Was natürlich der gleiche Populismus ist wie der der Herren Professoren. Denn da sind ja auch noch die ganz normalen Arbeitgeber, die nichts anderes tun, als sich am Markt zu orientieren. Wenn sie das Produkt noch billiger kriegen können ... warum nicht? Aber brächte es sie um, einen Stundenlohn zu zahlen, der es lohnt, den Fuß, aus dem Bett zu setzen und den Weg zum Sozialamt zu sparen?
Tendenziell, wenn auch mit keinem Wort gesagt, höre ich aus dem Gerede der Professoren wieder das Märchen vom arbeitsunwilligen ALGII-Empfänger heraus. Warum arbeiten gehen, da Väterchen Staat mein Nicht-Arbeiten doch so gut bezahlt? Vergessen wird dabei, daß unter den ALGII-Empfängern eine nicht unbeträchtliche Zahl ist, die genau das tut: arbeiten, obwohl sie davon nicht leben kann. Vergessen wird dabei auch, daß deren Arbeitgeber ihre niedrig bezahlten Jobs nicht los bekämen, wenn es nicht diese staatlichen Transfers gäbe.
Vergessen wird also, daß das System der staatlichen Alimentierung trotz Arbeit für eine Vielzahl von Arbeitgebern hinreichende Ermutigung war, Arbeit auf dem Markt anzubieten, die unter normalen Marktbedingungen keine Abnehmer fände. Denn kein vernünftiger Mensch würde sich eine Arbeit nehmen, von der er nicht leben kann.
Es kann ja sein, daß die Zahl der geringqualifizierten Jobs tendenziell am Abnehmen ist. Auch, daß eine bessere Qualifikation der Arbeitnehmer in der Masse prognostisch zwingend erforderlich ist. (Und es
ist bereits jetzt so, daß die Arbeitgeberschaft sich für diesen Aspekt am Faktor Arbeit wenig bis gar nicht interessiert, diesen vielmehr vollkommen dem Väterchen Staat aufbürdet, das er aus anderen Dingen des Arbeitsmarktes gern heraushalten würde.)
Aber die gegenwärtigen Bedingungen am Arbeitsmarkt sprechen dafür, daß die gering bezahlten Jobs da sind und die Arbeitgeber auch nicht zusammenbrechen würden, wenn es einen Mindestlohn gäbe.
Über Regularien wie eine Negativ-Steuer bei Geringverdienern ließe sich dann immernoch sprechen.
Und beim nächsten Mal reden wir darüber, wie Gerd Bosbach die
Vergreisung Deutschlands bewertet.
erphschwester - 3. Feb, 10:36
Na, am besten überhaupt nicht!
Weil ... in Oberammergau strahlt´s, vom Mobilfunkmast. Das weiß Susanne S. zu berichten und der Herr Pfarrer auch. Beide ziehen im Interesse eines erholsamen Schlafes nachts ´raus in die Landschaft. Sie mit einem Wohnmobil, er nur mit Auto und Schlafsack. Bei d e m Wetter in und um Oberammergau herum. Und daß beide miteinander ... ist eine infame Lüge. Denn nach so ´was steht´s den beiden sowieso schon lange nicht mehr, weil sie sich wegen der Strahlung so mies fühlen. Aber nur in Oberammergau. Ein paar Kilometer weit weg gehts schon besser.
Susanne und der Pfarrer sind übrigens nicht die einzigen, die gesundheitliche Probleme haben. Und natürlich gibt´s auch Messungen, die beweisen, daß da gar nichts ist und all die Leute mit ihren Kopfschmerzen, Durchfällen, Übelkeitsanfällen und und und ... ganz schön spinnen.
Ach, und da gibt´s auch noch einen Herrn Käs, der auch gemessen hat (von gequälten Bürgern beauftragt) und einräumt, daß bei zehn Hertz Körperfrequenzen existieren und also es denkbar ist, daß durch diese Frequenz Beschwerden hervorgerufen werden. Was auch soll er sagen, da die Leute ihn ja beauftragt haben, eben d a s herauszufinden.
Warum ich all das schreibe? - Eigentlich ja nur wegen dem schönen Titel ...
erphschwester - 1. Feb, 18:21