Sonntag, 28. Juni 2009

Nr.69

406000039

Samstag, 27. Juni 2009

Nr.68

40600017

Freitag, 26. Juni 2009

Thriller

Mal ganz im Ernst: Den Herrn Carradine hab ich ja gerade so verschmerzt. Aber gerade so!
Aber dass jetzt auch die Leute sterben, die so alt sind wie ich - heisst das, dass ich alt werde? Ach Quatsch! Madonna is genauso alt und die adoptiert immernoch Kinder, als gäbs kein Morgen.

Dabei waren wir so ein tolles Trio: Michael, Madonna und ich.
Alles guter ´58er Jahrgang.
Nu sind wir nur noch zwei. Und, Pardon!, allein mit so ner Zicke wie Madonna, das ist auch kein Spaß.

Sowieso war es Micki, der mich ein Leben lang begleitet hat. Der sang schon von der Liebe, als ich noch Trompeterbücher las. Armer Kerl der, mit sonem raffgierigen Vater (Zeuge Jehovas von der allerübelsten Sorte) so gar keine Kindheit hatte.
Und später sang er für meine Tochter, was mal einer nachmachen soll: Zwei Generationen hintereinander beglücken. (Vermutlich schämt sie sich heute dafür, aber das ist egal.)

Jaja, schon klar, irgendwann hab auch ich aufgehört, ihn zu verstehn. Irgendwie hört der Spaß ja auf, wenn man selbst Kinder hat und da geht einer durch die Welt, von dem man nicht so recht weiss, wie er zu Kindern steht. Womöglich nicht so, wie es ein Erwachsener sollte?

Ach, was weiss denn ich?

Ich, so viel is mal klar, adoptier keine Kinder und kann sie nich mal leiden, wenns nich meine eigenen sind. Und trotzdem bleib ich nochn Weilchen leben.
Versprochen!

Donnerstag, 25. Juni 2009

Fischen im Dunkeln

Mit der Weisheit das ist so eine Sache. Sie will und will nicht einfach so gerufen werden und kommt dann. Auch in der Schule und Uni kriegt man sie nicht. Man erwirbt sie sich gemeinhin im Laufe eines langen, langen Lebens. Ein wenig Klugheit kann dabei nicht schaden.

Umso merkwürdiger, dass man den Titel Weiser erwerben kann. Einfach so. Weil man irgendwann zur rechten Zeit am rechten Ort war und eine Belanglosigkeit sagte, die jemand anderer, der noch unverständiger war als man selber, furchtbar beeindruckend fand.
Erstaunlich viele von diesen Schein-Weisen haben wir hier in unserer Republik. Wie viele, das sehen wir in der letzten Zeit, wo allerhand von ihnen aus ihren Löchern kriechen und orakeln. Über Sachen, bei denen es nicht den Hauch einer Glaskugel braucht, um sie sich vorzustellen.

Der Herr Franz z.B. (es macht nichts, wenn Sie den nicht kennen; ich tus auch nicht) ist der Meinung, die Abwrackprämie war eine ganz eine dumme Idee, die wir nächstens werden mit einer Steuererhöhung bezahlen müssen. Wir, das sind die, die ganz gewiss keine Millardengeschenke an Banken als Belohnung für ihre hochspekulativen Geschäfte gemacht hätten. Wir sind eher so die, die aus ebendiesen Banken schon mal ohne Kredit wieder heim geschickt werden, weil es zu riskant ist, unsereinem ein Häuschen zu finanzieren (ich denke mir, die wissen, warum das so ist;). Wir, das sind die, die gerne mal diesen ganzen Schmodder finanzieren dürfen, den sich so ein Hinz und Kunz oder Weiser in die eigenen Taschen gewirtschaftet hat.

Und übrigens WIR sind die, die für alles, was ihnen einst zugute kam, hinterher ein Vielfaches bezahlen müssen (häufiger aber noch für das, was anderen zugute kam), während die anderen mit Bewährungsstrafen und Freigang davonkommen.

auge

Es werden halt immer die Gleichen ausgeguckt.

Dienstag, 23. Juni 2009

Nr.66

406000052

Sonntag, 21. Juni 2009

Nr.65

406000038

Samstag, 20. Juni 2009

Nr.64

406000037

Freitag, 19. Juni 2009

Der glücklichste Moment

Als die direkte Person, die ich nun einmal bin, hadere ich angesichts gewisser Themen mit mir. Wohlgemerkt: Nicht der Inhalte wegen (Nichts Menschliches ist mir fremd!), sondern wegen der Form. Es tut, so ist in meinem Kopf die Vorstellung, gelegentlich Not, ein paar sehr direkte Worte zu sagen, fernab von allem sich vornehm-literarisch gebenden Gehabe.

Direkt sein also, bis jenseits der Schmerzgrenze, nicht weil ich wem weh tun will, sondern weil es das Thema erfordert. Und doch pfeife ich mich selbst zumeist im allerletzten Moment zurück und kämpfe um jedes einzelne von ihnen. Herr, gib mir Worte, die auszudrücken vermögen, was ich doch anderswie sehr viel schneller gesagt hätte.

Das Thema heute: Männer, für sich allein genommen schon schwierig genug, nein, geht es weiter als: Männer, bei der Geburt ihres Kindes anwesend.

Männer, so erfahren wir jetzt, die guten Willens waren oder leichtem Zwange folgten und hernach nicht ertrugen, was sie da getan. Die so schwer litten unter dem, was sie gesehen,dass ihnen fürderhin jegliche Lust abhanden kam. Leichter schien es, die Gefährtin an ihrer Seite als etwas Schwesterliches einerseits oder aber Verletzliches andererseits, nimmermehr jedoch als etwas zum F… äääh, Lieben im allerursprünglichsten Sinne wahrzunehmen.

Zu schlimm war, was sie dort gesehen, gehört und mit gelitten hatten, als dass sie sich nur einmal noch der Gefahr hingäben, Gleiches durchzumachen. (Man beachte: Sie leiden mehr als all die Frauen, die – anderswo steht es in aller Klarheit beschrieben – ein wassermelonengleiches Etwas durch all zu enge Körpergänge treiben bis es „ausgetrieben“ ist.) So schlägt die Austreibungsphase so einer Geburt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Das Kind kommt und dem Manne ward das Machen ebensolcher ein für alle Male ausgetrieben. (Man darf sich fragen, ob es ein Zufall ist, dass auch Teufel „ausgetrieben“ werden.)

Immerhin ein Achtel aller Männer, die der Geburt ihrer Kinder teilhaftig wurden, weiss von einem Lustverlust zu berichten. Und das sind nur jene, die es – unfroh zwar, doch immerhin ehrlich – zugeben. Die Dunkelziffer dürfte um einiges höher sein. Denn wer schon mag ertragen, dass ihm die Ankunft seines Nachwuches den Appetit so nachhaltig verdarb?

Zu tief und unschön auch sind all die Einblicke, die einem der vermeintlich glücklichste Moment des Lebens dann beschert. Zuvor sagte einem keiner etwas von schmerzverzerrten Fratzen der Angebeteten, von Schweiß und Blut und all den anderen Unschönheiten, die selig machen sollen. So ein Quatsch!
Es ist und bleibt eine Viecherei , deren Schönheit sich nur wenigen erschließt.


Kerls, wenn ihr Schönheit wollt, wartet draussen, bis alles vorbei ist. Wenn Frau und Kind ordentlich geputzt und ausgeruht und filmreif nebeneinander liegen – dann ist es schön!


(Und übrigens: Untersuchungen haben ergeben, dass die Frauen hernach sich weniger des heldenhaften – aber nun bei ihnen impotenten – Mannes erinnern, dem sie wütend in die Pfote kniffen, sondern viel mehr der Hebammen und Ärzte, die wenigstens etwas vom Metier verstehen.)

Motto:

Meine Bilder kann man kaufen. Meine Texte und meine Meinung nicht. D-J

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