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    <title>erphschwester : Rubrik:Geschichten aus dem Lande und der Welt</title>
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    <dc:publisher>erphschwester</dc:publisher>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
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  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/6034795/">
    <title>Abschalten</title>
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    <description>Bevor ich heute den Fernseher abschalte, weil diese Vereinigungsseligkeit nicht zu ertragen sein wird, denke ich noch einmal an diesen Tag vor zwanzig Jahren, an dem ich mich ein bisschen veralbert gefühlt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit vier Tagen hatte ich die Ausreisebewilligung in der Tasche und tat noch immer jeden Abend, was ich schon seit Wochen an jedem Abend tat: Pakete packen. Den Gedanken an einen Möbelwagen hatte ich ad acta gelegt. Nur schnell zum Rest der Familie! Mann und Kind waren ein paar Tage vor diesem &quot;Paneuropäischen Picknick&quot; über die Grenze nach Österreich und von da nach Westdeutschland gegangen. Der Mann schrieb etwas später einen hochoffiziellen Brief in dem stand: &quot;Komm zu uns!&quot;. So einen, den ich hatte vorlegen können bei den Stellen, die mir die Ausreise erlauben konnten. Viel verhaltener als allerhand Briefe vorher, in denen er schrieb, wie er an unserer Zukunft baute und uns (Sohn und mich) vermisste.&lt;br /&gt;
Es war nicht der Brief, der die Leute von der Behörde beeindruckte, sondern das minderjährige Kind, zu dem ich meine Ausreise beantragte. Der Mann schließlich war groß und hätte wiederkommen können. Diese kleine und unglaublich unwahrscheinlich Lücke im Ausreisegesetz, die sie zwang, mir die Ausreise zu genehmigen, war ärgerlich und das Kommende schließlich nicht voraus zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während andere sich vollkommen spontan und völlig von - ja, was? - überwältigt auf den Weg zum Kudamm machten, um dort ein Bier zu trinken, packte ich das vielleicht achtzigste Paket und sah zum soundsovielten Male Herrn Schabowski, wie er verwirrt sein Zettelchen hin und her wendete, um dann zu verkünden: &quot; Diese Regelung gilt ... ja, offenbar ab sofort.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich ging erst am Dreiundzwanzigsten. Während sich Schlangen von Menschen an den Stellen wanden, an denen man sich für kurz oder länger abmeldete, hatte ich mir dreiundzwanzig und einen Stempel abgeholt, die mir sagten, dass ich gehen darf, für immer, und alles in Ordnung war. Ich hatte meine Miete gezahlt, den Strom und all das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe nie Besuchergeld erhalten. Und mein erster Einkauf bei Aldi war nicht wirklich schön, weil das Geld reichen musste bis ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später traf ich auf allerhand Leute, die glaubten mir erklären zu müssen, wie das Leben funktioniert. Dabei hatte ich schon eins gehabt. Leute, die meine Ausbildung, meine Eignung für diese Gesellschaft und allerhand andere Sachen in Zweifel zogen, die mich mitleidig oft auf meine politische Verfolgtheit ansprachen und nicht ahnten, wie eingesperrt sie selber waren. Manch einer von ihnen mag seither um einiges unzufriedener geworden sein (das könnte ein Trost sein, wenn ich dessen noch bedürfte), aber an ihre Freiheit glauben sie heute noch unverdrossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich meinen neunten November 1989, wie so manchen Abend vorher, mit Paketepacken verbrachte, hörte ich neulich, war Angela Merkel, jung wie ich damals auch, in der Sauna. Sie hätte die Grenzöffnung beinahe verschwitzt, spöttelte man.&lt;br /&gt;
Ich denke, sie witterte eine Chance.</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-09T18:19:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/6030443/">
    <title>Große Momente ... oder: Als Angie weinte</title>
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    <description>Stellen Sie sich vor, Sie sind eine kleine Pfarrerstochter aus der Provinz. Stellen Sie sich weiter vor, dass Sie nicht schön, nicht elegant und weithin unterschätzt sind. Stellen Sie sich vor, Sie sind klug und geschickt genug, den Anschein Ihrer eigenen Harmlosigkeit als Waffe zu nutzen. Sie wandern durch die Welt der großen Männer, die Sie als &quot;Kindchen&quot; und &quot;Mädchen&quot; belächeln, während Sie selbst mit allergrößtem Geschick einen dieser großen Männer nach dem anderen zu Fall bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen Sie sich vor, dass Sie es sich leisten können, einen Wahlkampf für Ihre zweite Amtszeit mit dem Slogan zu führen &quot;Ich bin nicht zum Kanzler geboren.&quot;&lt;br /&gt;
Und jeder Ihrer internen und externen Feinde lächelt beifällig, während er es nicht ändern kann, dass Sie ein zweites Mal Kanzlerin werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen Sie sich vor, Sie werden eingeladen vom amerikanischen Repräsentantenhaus, dort zu sprechen. Als erste deutsche Regentin seit Jahrzehnten. Sie halten dort eine triumphale Rede, ernten &lt;i&gt;Standing Ovation&lt;/i&gt; und erfahren beim Dessert des sich anschließenden Essens, dass einer Ihrer größten Deals geplatzt ist.&lt;br /&gt;
Ein Deal mit eben den Leuten, die Sie gerade eben so toll gefunden zu haben vorgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat sitzt die Mehrzahl der Vorstandsmitglieder von GM, die den Opel-Verkauf kippten, im amerikanischen Repräsentantenhaus. Während sie Frau Merkel lauschten, applaudierten, aufstanden, wussten Sie bereits, dass sie am Ende abziehen würde wie ein geprügelter Hund. Ohne auch nur eine Chance, noch einmal über das Problem zu reden. Es war so ähnlich wie  beim Kaiser ohne Kleider.&lt;br /&gt;
Während der sich noch stolz plusterte, dachten die Ersten schon: &quot;Aber er hat doch gar nichts an!&quot;</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-06T18:19:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/6028324/">
    <title>Wir gegen Viren</title>
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    <description>So heisst der neue Spot gegen die NEUE Grippe. Dieser endet mit dem versöhnlichen Fazit, dass Hände waschen schützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichwohl wurde ich heute dringend ermahnt, mich impfen zu lassen. Weil ich doch ein Haustierbesitzer bin. Und alles, was da kreucht und fleucht, kann an der neuen Grippe erkranken.. Die heisst ja nun nicht mehr Schweinegrippe, weil das uns irrtümlich dazu verleiten könnte, kein Schweinefleisch mehr zu essen. Das aber sollen wir dann schon, sonst wäre die fleischerzeugende Dings sauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sauer ist erst einmal nur die Pharmaindustrie, die ihren Grippekrams nicht so an den Mann bringt, wie es die voran gegangene Panikmache eigentlich versprochen hatte.&lt;br /&gt;
Stattdessen meldeten sich zunehmend kritische Stimmen, zunehmend auch aus den Reihen der Mediziner, die beileibe alles taten, nur nicht die Impferei befürworten. Das machte das gemeine Impfopfer skeptisch und nun liegt das Zeugs auf Halde, das man so großzügig im Zehnerpaket bereit gestellt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt also die neue Attacke, die da meint, Katzen, Hunde und so fort könnten erkranken, und zwar ganz fürchterlich. Und im Hinterkopf soll dröhnen dieses opernmäßige &quot;ich steeeerbe!&quot;, wenn man sich denn nicht impfen lässt. So werden Tierhalter ermahnt, sie sollen sich impfen lassen, weil das (warum eigentlich?) bei den Tieren nicht geht. Und Mann und Frau und Kind (gerne auch die Allerkleinsten) soll seinen bedrohten Körper schützen, selbstverständlich nicht nur vor der neuen, sondern auch vor der alten Grippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sitze ich hier und frage mich, und zwar in allem Ernst, was mit meinen Guppis ist. Die schwimmen so fröhlich in ihrem Aquarium und sind vielleicht ganz gefährliche ERREGER und frage ich mich, was ist der Unterschied zwischen meinen Guppis und dem Fisch, der da draussen im Herd grad fröhlich vor sich hin schmurgelt, meiner kommenden Sättigung zum Trost. Warum darf ich den sogar essen und die Guppis solln mich krank machen?</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-05T18:19:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/6015232/">
    <title>Gewissensfragen ...</title>
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    <description>&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs&amp;feature=player_embedded&quot;&gt;...&lt;/a&gt; kann man nur Leuten stellen, die ein solches haben.</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-28T12:49:00Z</dc:date>
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    <title>Intime Momente</title>
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    <description>Es ist nicht wahr, dass Guido nicht mehr als  &quot;also&quot; sagen kann. Ich sah ihn bei der Pressekonferenz, wo er sich als regelrechtes Plappermäulchen erwies und zum Beispiel solche weltbewegenden Sätze sagte wie:&lt;br /&gt;
&quot; Um zwei Uhr zwölf waren wir mit den Koalitionsverhandlungen fertig. Um zwei Uhr fünfzehn haben wir HORST und GUIDO zueinander gesagt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind Erkenntnisse, die die Welt braucht. Und wir warten schon aufgeregt auf den Moment, wo Guido vor die Welt tritt und bekennt:&lt;br /&gt;
&quot; Nach der dritten Flasche Wein fiel mir mein Schulenglisch wieder ein und wir konnten die Dolmetscher und die Frauen weg schicken. Seit drei Uhr in der Früh´ sagen wir BARACK und GUIDO zueinander.&quot; Wir dürfen gespannt sein, ob sich Barack, wenn Guido ihm dann zufrieden grinsend das Knie tätschelt, ähnlich peinlich berührt windet wie der Horst, dem die Veröffentlichung solch intimer Momente nicht ganz recht gewesen zu sein schien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jaja, was tut man nicht alles nachts um zwei. Ein jeder von uns kann ein Liedchen davon singen, dass man da schon mal schwach wird und Dinge tut, die man sonst nie täte. &lt;br /&gt;
Zum Beispiel eine Koalitionsvereinbarung unterschreiben</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-25T06:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/5949839/">
    <title>&quot;Du lügst!&quot;</title>
    <link>http://erphschwester.twoday.net/stories/5949839/</link>
    <description>Wer in dieser Sache tatsächlich lügt, ist noch nicht klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar allerdings ist, dass die Gleichen wie immer bluten müssen, um den Spaß zu bezahlen. Aber von vorn:&lt;br /&gt;
General Motors, die schon vor langer, langer Zeit das bevorstehende AUS von Opel erklärten, haben unserer Bundesregierung einen schönen Schrecken eingejagt. Die Autoindustrie, das Flaggschiff der deutschen Wirtschaft, eines weiteren Großunternehmens beraubt, kann nun bald nicht mehr herhalten für allerlei Maßnahmen, die nur verschleiern, dass vor Jahrzehnten die Weichen verkehrt gestellt wurden. Weshalb nun immer neue Weichen gestellt werden, um den Anschein zu erwecken, man habe noch irgend ein Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wird ein Käufer gesucht, dem man hübsche Staats- und EU-Hilfen anheim stellt, wenn er denn nur den ganzen Schmonsens aufrecht erhält. Es melden sich Bewerber; die einen sind einem recht, die anderen weniger. &lt;br /&gt;
Man entscheidet sich für die Firma Magna, die sich großmütig gibt, aber nicht großzügig genug, um auf einen dreistelligen Millionenbetrag im oberen Bereich zu verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Magna behauptet nun, nie ein Hehl daraus gemacht zu haben, dass man Mitarbeiter (in Deutschland im vierstelligen Bereich, europaweit fünfstellig) entlassen müsse. Dies habe die Bundesregierung, die - wir erinnern uns - ihrerseits großmütig die ihr vom Bürger anvertrauten Gelder im neunstelligen Bereich verteilt, zu allen Zeiten gewusst und sich trotzdem für Magna entschieden (was die Vermutung nahe legt, dass die Angebote der anderen entweder noch ungünstiger waren oder aber da wieder jemand jemanden seeehr gut kannte).&lt;br /&gt;
Nicht genug damit, erfahren jetzt zu allem Überfluß noch, dass - die Höhe ist strittig, aber der Fakt als solcher vollkommen unbestritten - Magna einen ebenfalls dreistelligen Millionenbetrag benötigt, um Opel Russland zu fördern, zu retten ... wer weiss das schon?&lt;br /&gt;
So betrachtet kommt der deutsche Steuerzahler dafür auf, dass die Russen weiter und zwar sehr viel billiger produzieren können und Opel Deutschland seine Mitarbeiter zu großen Teilen doch nicht halten kann. Für die Zukunft kann angenommen werden, dass durch ebendiese Förderung aus der Tasche des deutschen Steuerzahlers irgendwann festgestellt werden wird, dass die Deutschen im Gegensatz zu den Russen doch sehr viel uneffektiver, weil teurer produzieren und deswegen doch ihren Standort verlieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Rest kennt man, weil es schon oft so lief.&lt;br /&gt;
Da kommt einer, spielt sich als Retter auf, greift ab, was abzugreifen ist, und geht weiter, wenn anderswo mehr Profite erzielt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Sache mit der Lüge angeht, meint übrigens Magna-Chef Wolf, die habe es nie gegeben. Die Bundesregierung habe zu allen Zeiten ganz genau gewusst, wie es laufen würde. Nie sei die Übernahme der kompletten deutschen Opel-Belegschaft im Gespräch gewesen. Immer schon habe man die Anzahl der notwendigen Entlassungen beim Namen genannt. Und was die Sache mit Russland anginge ... (da schwafelte er etwas von &quot;Cash-Flow&quot;. Kein Mensch weiss, was das ist. Und das soll ja auch keiner wissen.)&lt;br /&gt;
&quot;Magna lügt nicht&quot;, das möchte er in aller Deutlichkeit sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und eigentlich glaube ich ihm das sogar. Kein Konzern heute hat es noch nötig zu lügen, wenn  die Regierungen doch den Geldsäcken so bereitwillig weiteres Geld (das ihnen nicht gehört) hinterher werfen.&lt;br /&gt;
Wir deutschen Wähler (denen das Geld gehört!) dürfen so kurz vor der Wahl gern mal drüber nachdenken, was wir mit der Erkenntnis anfangen, dass sich diese unsere Regierung auf unsere Kosten als Retter aufspielt, ohne wirklich einer zu sein. Diesmal wars nicht schwer, Politik bis zur nächsten Wahl zu machen.</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-20T08:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/5938426/">
    <title>Arbeit muss sich wieder lohnen ...</title>
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    <description>las ich heute. Und dachte, dass die Kerls ja recht haben, auch wenn es sich hierbei um keine neue Botschaft handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann las ich, wers geschrieben hat: die FDP. Also &lt;b&gt;die&lt;/b&gt; FDP, die sich als arbeitgeberfreundliche Partei seit Jahren dahingehend ausspricht, dass Arbeit billiger werden müsste und die Lohnnebenkosten abgeschafft gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und seither frage ich mich: Arbeit muss sich wieder lohnen - aber für wen?</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-14T17:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/5927840/">
    <title>Frauen</title>
    <link>http://erphschwester.twoday.net/stories/5927840/</link>
    <description>Dass die Schweiz nicht unbedingt das aufregenste Land auf unserem Planeten ist, hörten wir bereits gerüchteweise. Dass nun aber in der sonst als so tolerant geltenden Schweiz ein klassischerweise schizophren geführter Streit öffentlich aufgelegt wird, ist ... nun, ääh ... sehr lehrreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nämlich gibt es eine Frau St., die so manches ist, unter anderem Konzernchefin und eben eine Frau. Eine Frau, die fand, man solle doch, wenn man es denn wollte, was ich bei ihr unterstelle, sich mit 39 mit dem Kinderkriegen etwas beeilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun nimmt ihr die schweizerische Presse alles Mögliche übel:&lt;br /&gt;
- dass sie ihr Vorhaben nicht mit der Nation diskutiert hat&lt;br /&gt;
- dass sie den Kindsvater nicht vorgestellt hat&lt;br /&gt;
- dass sie der Nation Bilder vom Kind vorenthält&lt;br /&gt;
- dass sie Mutterschaftsurlaub macht und also&lt;br /&gt;
- dass sie ihre Belegschaft im Stich lässt&lt;br /&gt;
- dass sie nicht lange genug Mutterschaftsurlaub macht und also&lt;br /&gt;
- dass sie in ein paar Wochen ihr Kind im Stich lässt&lt;br /&gt;
- dass sie die Nation nicht daran teilhaben lässt, wie sie ihr künftiges Leben zu regeln gedenkt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schlussletztlich wahrscheinlich, dass sie eine Frau ist, die sich wagt, beruflichen Erfolg mit einem Privatleben zu verbinden, welches sie obendrein erfolgreich von der Öffentlichkeit abschottet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man würde sich doch so gerne eine Meinung bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau St. in der kleinen, unscheinbaren Schweiz ist somit ein treffliches Lehrstück darüber, dass Frauen in den Chefetagen nicht nur rar sind, sondern nach wie vor irgendwie immer alles verkehrt machen.</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-08T17:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/5925677/">
    <title>Stell dir vor</title>
    <link>http://erphschwester.twoday.net/stories/5925677/</link>
    <description>Spätestens seit uns Frau Noxxlynxx gestern erklärte, dass es völlig, aber ganz vollkommen egal ist, ob und was wir wählen, weil die Leute nie, aber auch nie irgend ein Versprechen einhalten oder irgend einen Skrupel vor was auch immer haben, sobald man sie gewählt hat ...&lt;br /&gt;
also spätestens seitdem ist einem die Lust am Wählen gründlich vergangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir schwirrt seitdem dieser Sponti-Spruch durch den Kopf, abgewandelt zwar, aber prinzipiell läuft es aufs Gleiche raus: &quot;Stell dir vor, es ist Wahl und keiner geht hin.&quot;&lt;br /&gt;
Es könnte, denkt man, Spaß machen, denen zu zeigen, dass man ihnen nicht mehr glaubt. Keinem von ihnen und reineweg gar nichts.&lt;br /&gt;
Also nicht, dass diese Idee neu wäre. Und in Wahrheit ists nicht einmal eine Idee. Zu viele schon tun es, weil sie nicht doof und obendrein ratlos sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und all die anderen, die sich einbilden, ihr vermeintlich taktisches Wählen würde irgendwo hin führen, wo sies gern hätten, beginnen spätestens jetzt zu begreifen, dass jegliche Taktik jederzeit ad absurdum geführt werden kann, wenn da irgendwer einem Posten nachstrebt. Und irgendwie tun sie das ja alle. Am Ende kann (das ist zwar neu, aber nicht unmöglich) tatsächlich der, mit den schwächsten Ergebnissen ein Landesvater werden. Am Ende kann jeder alles werden. Auch ein Molotov-Cocktail-Schmeißer Aussenminister und Vizekanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das wussten wir ja schon. Und habens damals sogar noch gewollt. Als hätten wirs nicht gewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht hingehen also, denken Mann und Frau in diesem und jenem schwachen Moment. Ihnen zeigen, dass sie nichts taugen in unseren Augen. Sie mit Schweigen strafen und Nichtachtung. Ihnen zeigen, dass ... ach, was auch immer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man sollte es, verdammt noch eins, tun! Nicht so als Einzelner, sondern wir alle. Schnauze halten kann auch eine Mitteilung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre die einzig wahrhafte und richtige Methode, irgend etwas zu sagen. Wären da nicht die Herrschaften, die - siehe oben - Pöstchen wollen oder auch richtig fette Posten, die in die Politik gehen, um hernach eine Chance in der Wirtschaft zu haben, die nie, aber auch keinen Moment lang, eine Vision hatten von irgendwas, das sie erreichen wollen, sofern es nicht um sie selbst geht.&lt;br /&gt;
DIE natürlich gehen hin. Und wählen sich selbst. Könnt ja die eine Stimme sein, die andernfalls gefehlt hat .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann hätten wir folgendes Wahlergebnis:&lt;br /&gt;
CDU: 44%&lt;br /&gt;
SPD: 43% &lt;br /&gt;
Linke: 6%&lt;br /&gt;
FDP: 5.9%&lt;br /&gt;
NPD: 0.6%&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur einen kleinen Moment lang hält sich da noch der Gedanke, dass nicht einmal sie selbst hin gehen. Und keiner mehr wählt, wirklich keiner. Und die große Ratlosigkeit einkehrt. Weil keiner mehr hin gegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf den hier. Der hätte dann - ohne große Mühe - 100% der Stimmen, nämlich seine eigene. Und wäre Bundeskanzler, fast mühelos. Und alle hätten, was sie verdienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;267&quot; alt=&quot;herrapfelfuerfrauerp-2-&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/erphschwester/images/herrapfelfuerfrauerp-2-.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sie nicht hin gegangen sind.</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/5919393/">
    <title>Kraftlos</title>
    <link>http://erphschwester.twoday.net/stories/5919393/</link>
    <description>Menschen lieben Rituale. Sie sind oft ganz einfach und erfüllen uns doch mit Zufriedenheit, wenn nicht gar Glück. Warum auch immer. Vielleicht bedeuten Rituale, dass Menschen sich verstehen, was immerhin etwas ist in einer Zeit, da jeder so unheimlich individuell ist, dass er am Ende ziemlich allein da steht. Rituale also schaffen Verbindungen zwischen Menschen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. &lt;br /&gt;
Gestern zum Beispiel hatte ich bei meinem Getränkehändler die Idee, meinen Einkauf, selber einzupacken, was dieser sehr übel vermerkte. Sollte das womöglich heissen, dass ich ihn nicht mehr leiden kann? Jedenfalls traute er sich heute erst nach Rückfrage, meine Flaschen in den Einkaufsbeutel zu verstauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Zeitungshändler und ich sind weniger animos. Es beginnt stets damit, dass ich, während der Kunde vor mir fertig bedient wird, die Schlagzeilen der großen Zeitungen lese und dann in die kleine Bude werfe. Da mein Zeitungshändler die Sachen nicht nur verkauft, sondern auch selbst liest, manchmal vom Radio im Hintergrund untermalt, berichtet er mir darauf hin das Neueste.&lt;br /&gt;
Heute zum Beispiel ist Althaus zurück getreten. Den er, so als Mensch, doch eigentlich ganz nett fand. Ich wende ein, dass dieser Blödmann Kreationist ist, wovon mein Zeitungshändler keine Ahnung hat. Ich erkläre und teile mit, dass Kreationisten ein Rückschritt in der Menschheitsgeschichte und obendrein saublöd sind, von Nettigkeit keine Spur. (Neue Faschisten, schießt es mir durch den Kopf, aber das sage ich nicht.)&lt;br /&gt;
Sein Wahlkampf, also der vom Althaus, sei saft- und kraftlos gewesen, sage ich. Aber so sei er doch in der ganzen Republik, meint der Zeitungshändler. Ich stimme ihm zu und weiss auch den Grund: Warum sich anstrengen? Entweder der Wähler ist blöde und wählt irgendwie mittig, wobei es egal ist, was denn nun genau. Mitterechts, Mittelinks, liberal - scheißegal. Oder aber der Wähler driftet an die Kanten, rechts - links ... wenns Protest ist, dann isses auch egal. Und immerhin sind die Linken nicht ganz so sinnentleert wie die anderen, die nur immerzu die alten Parolen wiederkäuen. Selbst die konservativen Moderatoren der Landtagswahlen kriegten bei der Rote-Socken-Diskussion vom Herrn Niebel das große Gähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende verständigten wir uns darauf, dass die Linken trotzdem bundesweit nicht über die zehn Prozent kommen, nicht mal aus Protest, und alles wieder bei der großen Koalition enden wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei denn, allerhand langjährige Nichtwähler gingen plötzlich hin.&lt;br /&gt;
Es sei denn ...</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-03T17:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/5837685/">
    <title>Das Leben ist voller Gefahren ...</title>
    <link>http://erphschwester.twoday.net/stories/5837685/</link>
    <description>... so wusste schon mein selig Bruder nicht ohne Häme zu sagen, wenn ich wegen irgendwelcher Kinderwehwehchen weinend nach Hause kam. Ich dachte schon damals, dass er mit seinen neun Jahren mehr auf dem Buckel gut reden hat. Ausserdem war er im Judo. (Heute ist mir klar, dass er aus gutem Grund Judounterricht hatte.)&lt;br /&gt;
Und es scheint immer gefährlicher zu werden. Nicht wegen des zunehmenden Alters, sondern weil die Welt ansich gefährlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gern würde ich zum Beweis dessen auf Amerika zeigen, wo man all die vielfältigen Warnhinweise quasi erfunden hat: Aufdrucke auf Kaffeebechern, dass heisser Kaffee zu Verbrennungen führen kann;  ebensolche auf Kinderspielzeug, dass es kleine Teile enthält, die zum Verschlucken einladen usw.usf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen jedoch wandern diese Hinweise, deren Erfinder über einen unerschöpflichen Born an Ideen zu verfügen scheinen, um die ganze Welt. Heisser Kaffee führt neuerdings auch hier zu Verbrennungen, Kleinspielzeug kann auch hier verschluckt werden, Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit, Alkohol schädigt die Frucht Ihres Leibes usf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die wahren Gefahren im Leben jedoch macht einen nach wie vor keiner aufmerksam:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauen Sie Ihr Haus nie neben einem als See getarnten Tagebau, denn keiner weiss so genau, wann es in die Grube rutscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagen Sie niemals als Zeuge vor Gericht aus. Sie könnten von einem hitzköpfigen Angeklagten erschossen werden und bestenfalls dadurch in Erinnerung bleiben, dass irgendwer eine Story von Fremdenfeindlichkeit daraus strickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewegen Sie sich überhaupt nie in der Nähe von Leuten, die Waffen besitzen oder Zugang zu solchen haben. Sie könnten sie, wider alle Erwartungen, in Ihrer Gegenwart benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiden Sie insgesamt hitzköpfige Menschen oder am Besten Menschen überhaupt. Selbst wenn man sie kennt, könnte sich herausstellen, dass sie Messer, Schraubenzieher oder auch nur einen zu öffnenden Gashahn ihr Eigen nennen und dermaleinst Gebrauch hiervon machen, obwohl sie doch eigentlich ganz nett waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiden Sie auch Autobatterien, wenn Sie keinen Wasserhahn haben, denn Wissenschaftler haben nun heraus gefunden, dass man sich die Augen nach Benetzung derselben mit Batterieflüssigkeit umgehend ausspülen sollte. Zum Glück gibt es die Wissenschaft! Denn die entsprechenden Aufdrucke auf Batterien gibt es nicht.(!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiden Sie jedenfalls Keller und andere finstere Gemäuer, wenn Sie unter Spinnenphobie leiden und aus Angst vor einer solchen eventuell stürzen könnten. Denn Spinnen werden auch künftig keinen Aufdruck tragen; sie gehören, so ein aktueller Richterspruch, zum normalen Lebensrisiko.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterlassen Sie Reisen (wegen Schweinegrippe und anderer Krankheiten), Sex (wegen evtl. Schwangerschaften und anderer Krankheiten) sowie Essen und Trinken (wegen des lebensgefährlichen Übergewichts und anderer Krankheiten); unterlassen Sie möglichst auch das Atmen (die Tröpfcheninfektion gehört zu der häufigsten Übertragungsart ansteckender Krankheiten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie hingegen ein Eisbär oder ein schwarzes Schaf sein, dann können Sie tun, was Sie wollen, denn Sie sind praktisch sowieso schon ausgestorben.</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-22T17:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/5835754/">
    <title>Made in Germany</title>
    <link>http://erphschwester.twoday.net/stories/5835754/</link>
    <description>Gestern sah ich wieder einmal  was eine gar schlechte Angewohnheit!  Nachrichten und hörte den Jubelruf Rosenthal gerettet!. Und gleich im Anschluss kamen die Bieter für Opel ins Gespräch. Kanadisch, chinesisch? Egal, Hauptsache Bieter. Hertie, höre ich heute, wird nicht gerettet und die Mitarbeiter auch nicht. Die stehen ab morgen auf der Straße und staunen, was so ein Sozialplan wohl zu bedeuten hat, wenn da gar nichts Soziales dran ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist, soviel scheint fest zu stehen, der große Ausverkauf im Gange. Wie dunnemals, als man kein Geld hatte und schnell durch die Bude raste und die Pfandflaschen zusammen klaubte, um wenigstens ein Brot kaufen zu können.&lt;br /&gt;
In Wahrheit ist sogar das Brot gepumpt und meine allerneueste Rentenmitteilung eine jämmerliche Lüge, bei der keiner mehr rot wird. Wenigstens sparen sie sich inzwischen den ganzen Papierberg (Kostet ja nur Geld, das längst nicht mehr da ist.) und begnügen sich mit einem Blatt, das seine Wahrhaftigkeit wohl umso eindringlicher machen soll. Nur Lügen kommen noch in Lackschuhen daher; wir aber sind ehrlich und schlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit sind die Lügen das tägliche Brot all jener, die uns noch immer vorgaukeln wollen, es käme schon alles irgendwie in Ordnung. Kein einzelner Missstand, den anzuprangern es lohnt ( Wir bekämen Schwielen am Maul.), sondern ein Konglomerat an Nicht- Gesagtem, das uns in Sicherheit wiegen soll und ein großes Pseudo-Bohei bei denen erzeugt, die in Wahrheit längst Bescheid wissen, wird es ungewollt offenbar.&lt;br /&gt;
Während wir uns dumm-dusselig in Schönwettergedanken schaukeln und nur mäßig erstaunt dem Wetterfrosch zuhören, der etwas von Schaukelwetter erzählt, das ein beschönigender Begriff für die Katastrophe ist, die schon an der nächsten Ecke steht, ist der große Ausverkauf im Gange. Alles, was noch zu versilbern geht, wird unter den Hammer gebracht. Egal, in welchem Teil der Erde die künftigen Besitzer wohnen, die alles andere im Kopf haben, als irgendwen zu retten. &lt;br /&gt;
Rosenthal wird ebenso wenig gerettet wie Opel. Und die Heuschrecken sind das, was sie immer waren: Sie fressen auch den Rest noch ab, nehmen auch die kleinsten Regierungsgaben, wenn es denn nur fett macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dereinst sollte der Begriff Made in Germany vor den Waren des Feindes warnen. Irgendwann wurde ein Qualitätssiegel daraus, und von der zwischenzeitlichen Lüge zum Nichts ist es nur ein ganz kleiner Schritt. Deutschland löst sich in Nebel auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur der Tiefflieger da oben hat das noch nicht begriffen. Er denkt, er kämpft für Deutschland.</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-21T17:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/5834062/">
    <title>Von Moderatoren und der Wahl, die man hat</title>
    <link>http://erphschwester.twoday.net/stories/5834062/</link>
    <description>Wenn Sie denken, ein Moderator ist einer, der ein Forum im Internet in die richtigen Bahnen lenkt oder auch nicht, dann sollten Sie wieder ein bisschen raus in die Welt gehen und sich umschauen. Der Moderator, von dem ich jetzt spreche, ist einer aus dem Fernsehen, genau genommen: dem Frühstücksfernsehen. Der hat mir heute morgen verraten, dass der Herr Obama zu uns Angie bei ihrem Besuch gesagt hat, Wahlkampf in Deutschland sei eine völlig unnötige Sache, weil ... sie &lt;i&gt;habe&lt;/i&gt; die Wahl ja schon gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nehme nicht an, dass der, also der Obama und nicht der Moderator, über seherische Fähigkeiten verfügt oder aber die treffende Analyse des Herrn  &lt;a href=&quot;http://www.machopan.com/rauchzeichen/&quot;&gt;Machopan&lt;/a&gt; bereits vorab kennen konnte und halte diese Äusserung deshalb für die reine Höflichkeit ohne jegliche Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings macht es mir so als potentieller Wähler schon ein bisschen Sorge, dass in diesem Jahr der Wahlkampf noch so gar überhaupt nicht richtig angefangen hat.&lt;br /&gt;
Haben die den Gewinner diesmal schon unter sich ausgelost?&lt;br /&gt;
Ist das das Bekenntnis, dass es imgrunde wurscht ist, wer gewinnt, weil sie inzwischen ausnahmslos alle den gleichen Klüngel veranstalten?&lt;br /&gt;
Mit welchem Energieunternehmen hat Frau Merkel erfolgreiche Verhandlungen geführt für den Fall, dass nicht ...?&lt;br /&gt;
Ist unser Land inzwischen so am Ende, dass niemand anders als uns Angie regieren &lt;i&gt;will&lt;/i&gt;?&lt;br /&gt;
Gar nicht zu reden von den immer größer werdenden Kleinen, die sich diesmal noch nicht hochoffiziell an irgend eine große, in Wahrheit aber immer schmäler werdende Brust geschmissen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es nicht imgrunde wirklich vollkommen schnurz wäre, was an diesem Tag im September passiert, müsste ich kleines Wählerlein mir tatsächlich Gedanken machen. So aber kann ich mir getrost sagen, dass es meiner Mitwirkung tatsächlich nicht bedarf, weil das Volk immer wieder die Regierung kriegt, die es verdient. Ganz besonders, weil die Auswahl ja wirklich nur die zwischen Pest und Cholera ist.</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-20T17:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/5820176/">
    <title>Nabucco</title>
    <link>http://erphschwester.twoday.net/stories/5820176/</link>
    <description>Wenn ich Nabucco sage, fällt Ihnen, klar, sogar wenn Sie nur ein halb gebildeter Mensch wie ich sind, die Oper ein. Die wird gerne im Bildungsfernsehen präsentiert, weil der Gefangenenchor so hübsch klingt und selbst Nichtfreunden der Oper im Ohr nicht weh tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nabucco kommt von Nebukadnezar, der in der Oper größenwahnsinnig nicht nur König, sondern gleich Gott sein will, was uns an die Frau vom Fischer erinnert. Also nicht dem Joshka, sondern dem aus den Grimmschen Märchen, die ihre Wünsche bei dem Zauberfisch ein wenig zu sehr ausreizte. Am Ende saß sie wieder in ihrer Hütte und hatte gar nix gekonnt. Nabucco gehts ein bisschen besser, weil so ein Herrscher immer ein bißchen ein Herrscher bleibt. Dem reisst es nur die Krone vom Kopf und er wird wahnsinnig, was vielleicht auch nicht schön, aber in seinem Fall überwindbar ist. Denn er erwacht aus seinem Wahne, mäßigt sich in seinen Wünschen und huldigt dem wahren Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was jetzt Nabucco mit dieser Pipeline zu tun hat, der er seinen Namen gegeben hat, will ich eigentlich nicht gar nicht wissen, obwohl ich lange, lange darüber nachdachte.&lt;br /&gt;
Eine Pipeline, die Europa von russischen Gas- und Öllieferungen unabhängig, dafür von türkischen und irakischen abhängig machen soll. Und das, nachdem wir Herrn Schröder und seine Gasprom mit einem sattelfesten und saudummen Vertrag beglückt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Pipeline, die &quot;einen neuen Abschnitt in den europäisch-türkischen Beziehungen einläuten&quot; soll. Worüber ich jetzt &lt;i&gt;auch&lt;/i&gt; gar nicht so genau nachdenken möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt schlichtweg Momente, da verfluche ich die Fähigkeit zu denken, denn zwangsläufig fällt mir in diesem Zusammenhang ein, dass Deutschland einst - Jahrzehnte ist es her - das innovativste Land bei der Entwicklung alternativer Energiequellen war. Und sich selbst im Wege stand, über die eigenen Füße stolperte und nicht traute, einen eigenen Weg zu gehen. Obschon wir, als rohstoffarmes Land, gute Gründe hierfür gehabt hätten, von den Möglichkeiten auf dem Weltmarkt gar nicht zu reden. Stattdessen rennen wir, noch immer, Ländern hinterher, die - um es vorsichtig zu sagen - in ihrer Zuverlässigkeit schon heute und vermutlich auch dermaleinst zu wünschen übrig lassen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nabucco, also der aus der Oper (ich beginne zu begreifen), rannte ein hübsches Stück seiner Zeit dem falschen Gott hinterher. Erst als er, selbstbewusst zwar, aber voller Demut, sein Haupt neigte, kam alles in Ordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind noch nicht am Ende des Weges angekommen.</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-13T17:19:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://erphschwester.twoday.net/stories/5815560/">
    <title>Ex und Hopp</title>
    <link>http://erphschwester.twoday.net/stories/5815560/</link>
    <description>Die Eltern heute habens nicht leicht. Schon in der Grundschule müssen sie für ihr Kind entscheiden, wie es weitergeht. Natürlich möchte jeder das Beste für sein Kind und deswegen wird schon früh über die Wichtigkeit des weiteren Fortgangs mit den lieben Kleinen gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neulich hörte ich, wie eines von ihnen in einem solchen Gespräch sehr ernsthaft auf die Frage der Mutter antwortete: &quot;Wenn ich groß bin, will ich mal Experte werden.&quot;&lt;br /&gt;
Ich konnte nicht hören, was die erstaunt-erschrockene Mutter hierauf erwiderte und blieb meinen eigenen Gedanken überlassen, die - ich gebe es zu - die Überraschung der Mutter nicht nachvollziehen konnten. Eigentlich, so sollte man annehmen, hätte ihre ohnedies nicht kleine Brust vor Stolz noch mehr schwellen müssen.&lt;br /&gt;
Welch weitsichtiges Blag, das im zarten Alter von  sagen wir mal acht Jahren schon die wesentlichen Dinge in dieser Welt durchschaut hat.&lt;br /&gt;
Denn schließlich sind es die Experten, auf die die Welt hört. In allen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute zum Beispiel las ich, dass einer von diesen Experten voraussagte (Jaja, der gemeine Experte zeichnet sich durch einen Born an Voraussagen aus, die er stets medienwirksam parat hat.), es würde in Kalifornien bald ein sehr schweres Erdbeben geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen Sie mir nicht daher, dass Sie das auch voraussagen könnten. Pah! Irgendwas Sinnloses daher schwallen, kann schließlich jeder. Und irgendwie liegt es ja auf der Hand, dass so ein riesiges Erdbeben in Kalifornien mal wieder fällig ist. War ja lange keins mehr. Und dass die da die Andreasspalte haben (was nix mit meinem Ex zu tun hat, obwohl unsere Ehe gegen Ende auch etwas Erdbebenhaftes hatte), weiss ja nun inzwischen jeder, der auch nur hin und wieder mal im Fernsehen was anderes als Big Brother schaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, die wahre Leistung bei so einem Experten ist nicht, was er voraussagt, auch nicht wirklich, wie er das tut. Obwohl der Brustston der Überzeugung, eine gewisse Eindringlichkeit und ein angemessener Grad der vorausschauenden Verzweiflung nicht schaden kann (denn es ist nie, aber auch nie etwas Gutes, was sie beim Blick in ihre höchstpersönliche Glaskugel erblicken.).&lt;br /&gt;
Nein, die wahre Leistung besteht eigentlich darin, erst einmal Experte zu werden. Wobei ich nun ausnahmsweise mal nicht von der Politik oder Wirtschaft rede, denn da reicht schon die richtige Verwandtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich rede von der Wissenschaft aller Sparten, was zwar eine konkrete Sache sein soll, aber doch ziemlich häufig sehr vage daher kommt. Womit ich noch am Wenigsten die Meteorologen meine. (Mit etwas Glück nimmt meine Blogpartnerin die gerade eben auseinander.) Nein, als da wären Geologen, Astronomen, auch gerne mal Biologen oder Physiker.&lt;br /&gt;
Sie alle treffen gern Voraussagen, noch lieber die ganz Langfristigen, am Allerliebsten aber die sowasvon Langfristigen, die kein Mensch je mehr wird überprüfen können. Zum Beispiel die Sache mit den Ausserirdischen, die es zweifellos geben muss, weil alles andere Platzverschwendung wäre, die aber so weit, weit weg sind, dass sie viel zu lange hierher brauchen würden. Was ein Glück!&lt;br /&gt;
Oder die Sache mit dem Meteor, der uns zweifelsohne irgendwann auf den Schädel fallen und alles kaputt machen wird, was dann wieder die Biologen auf den Plan ruft, die sich jetzt schon ausgucken, wer von allen Lebewesen das Zeug hat, dieses Desaster zu überleben. Der Mensch jedenfalls isses mal nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles, sagen Sie, ist doch totaler Quatsch. Was interessiert einen denn schon, was in einer Woche, zehn oder aber tausend Jahren zwangsläufig passieren wird, wenn man es denn doch nicht ändern kann?&lt;br /&gt;
Irrtum: Hier beginnt sie, die Macht der Experten.&lt;br /&gt;
Wenn Sie oder ich ein Erdbeben in Kalifornien voraussagen, dann schert sich kein Mensch drum. Ist das aber so ein Experte, der schöne Bildchen, Diagramme und was weiss ich zum Beweis seiner These vorlegen kann, wird man sehr viel schneller Notfallprogramme etc. locker machen.&lt;br /&gt;
Wissen Sie zum Beispiel, dass sich ganze Heerscharen von Wissenschaftlern mit dieser Meteorsache befassen? Wenn der dann in 300 Jahren tatsächlich auf uns zu steuert, gibt es vielleicht eine Lösung. Worüber die Biologen vielleicht nicht glücklich sind, weil dann ihre Voraussagen nicht eintreffen, aber was interessiert uns das Glück der Biologen, solange wir noch leben? (Und wenn wir erst tot sind, isses auch egal.) &lt;br /&gt;
Sollte freilich einer von diesen zu spät gesichteten Meteoren schon nächste Woche hier runter kommen, haben wir halt Pech gehabt. Aber den Versuch war es wert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Tage sah ich einen Bericht über Sonnenstürme. Sie wissen nicht, was das ist? Die setzen die ganze Technik ausser Betrieb und dann wirds hier aber zappenduster. Sind mal wieder fällig, sagen die Wissenschaftler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da werd ich mal schnell diesen Eintrag abschicken, solange das noch geht.</description>
    <dc:creator>erphschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem Lande und der Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 erphschwester</dc:rights>
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